Bundestagsmitglied Carsten Schneider besuchte Ende April das Saalemaxx in Rudolstadt

Bundestagsmitglied Carsten Schneider besuchte Ende April das Saalemaxx in Rudolstadt um sich ein eigenes Bild von dem geplanten Investitionsvorhaben zu machen, das mit Hilfe von Bundesmitteln verwirklicht werden soll. Schneider war auf Einladung von Landrat Marko Wolfram nach Rudolstadt gekommen. Im Bild (von links): Geschäftsführerin Susan Zetzmann, Bürgermeister Jörg Reichl, Carsten Schneider, Landrat Wolfram und SPD-Bundestagskandidat Dr. Cordelius Ilgmann. Foto: Michael Wirkner

Saalemaxx hofft auf große Sanierungsinvestition

Bundestagsabgeordneter Schneider stellt mögliche Förderung in Aussicht

Das Rudolstädter Freizeit- und Erlebnisbad Saalemaxx ist momentan der Sehnsuchtsort vieler Einwohner im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und darüber hinaus. Doch aufgrund der pandemiebedingten Schließung liegt das Bad momentan in einer Art Dornröschenschlaf. Umso spannender sind die Planungen für die Zukunft des Bades für eine Zeit nach der Pandemie, in der Spaß, Sport, Wellness und Erholung wieder Hochkonjunktur haben werden.

Als einer der wenigen Besucher dieser Tage kündigte sich für gestern kurzfristig der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider (SPD) im Erlebnisbad in der Saalestadt an. Begrüßt wurde er von Landrat Marko Wolfram, Bürgermeister Jörg Reichl und Badchefin Susan Zetzmann. Im Gepäck hatte Schneider eine mögliche Förderung, die die höchste ihrer Art seit Eröffnung des Saalemaxx vor 20 Jahren werden könnte. Insgesamt geht es um ein Paket von knapp 1,6 Millionen Euro, wovon 45 Prozent Fördermittel sind. Den Rest muss die Stadt aus Eigenmitteln beisteuern.

Im vergangenen Jahr hat sich die Stadt, die Eigentümerin des Bades ist, um die Mittel beim Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" beworben und erst im März dieses Jahres die Absage dafür bekommen. Umso erstaunter waren Zetzmann und Reichl, dass das Thema noch nicht vom Tisch ist.

Carsten Schneider, der das Förderprogramm selbst mit initiierte, informierte darüber, dass die Bundesmittel um 600 Millionen Euro aufgestockt wurden und somit eine zweite Tranche an Fördermitteln bereitsteht. „Noch gibt es keine Entscheidung darüber welche Einrichtungen berücksichtigt werden. Es ist eine politische Entscheidung. In einem Gespräch mit Ihrem Landrat Marko Wolfram erschien mir das Saalemaxx aber als geeigneter Kandidat. Deswegen bin ich heute hier um mir einen Eindruck verschaffen zu können“, so Schneider. Nach einem Rundgang durch das neue Erlebnisferiendorf und das Freizeitbad zeigte sich Schneider sichtlich beeindruckt: „Man sieht wie viel Liebe hier reingesteckt wird. Hier kommt nichts von der Stange“, so sein Fazit. Dem beipflichten konnte auch Landrat Marko Wolfram: „Die qualitativ hochwertigen Ferienhäuser sind eine Bereicherung für das touristische Angebot in unserem Landkreis.“

Saalemaxx-Geschäftsführerin Susan Zetzmann machte deutlich, in welchem Umfang die Mittel eingesetzt werden sollen. Neben der Investition in die technische Sicherheit, soll durch die energetische Sanierung auch eine bessere Energiebilanz des Bades erreicht werden, um nachhaltig die Betriebskosten des Bades zu senken. „Das Saalemaxx gehört mit einer Wasserfläche von über 1500 m² auch flächenmäßig zu den größten Anlagen Thüringens. Eine Minimierung der Energiekosten um nur 10 Prozent hat hier bereits enorm positive Auswirkung auf die Betriebskosten“, so Zetzmann. Die Einsparung der Energiekosten soll durch eine optimierte Steuerungs- und Leittechnik, Austausch aller Lampen, dem Tausch der großen Umwälzpumpen und der Abdeckung aller Außenbecken erreicht werden. Der Bau eines neuen Kinder-Außenbeckens, einem sogenannten Spraypark, soll, neben der steigenden Attraktivität, auch zur positiven Energiebilanz beitragen. Das derzeitige Außenbecken hat eine extrem große Wasserfläche und wird im Sommer wie Winter beheizt. Der Bau eines neuen Beckens für Kinder wird zum einen die Angebotsvielfalt steigern, aber auch durch das geringere Wasservolumen weniger Energie verbrauchen und muss nicht beheizt werden. Im Sommer kann das ursprüngliche Becken dann als Kaltbecken genutzt werden. „Das Gesamtziel der Investition besteht darin, dass Saalemaxx zukunftssicher und attraktiv zu gestalten und langfristig C02-Ausstoß zu minimieren“, erklärte Bürgermeister Jörg Reichl. Neben der technischen und energetischen Sanierung der Schwimmbecken soll zudem eine Erneuerung der sportlichen Anlagen erfolgen. Des Weiteren müssen Kassen- und Serversysteme ausgetauscht werden, da die derzeitige Firma im Jahr 2022 ihren technischen Support einstellt.

Schneider nahm sich über zwei Stunden Zeit für die Besichtigung und ausgiebige Gespräche mit den Beteiligten. Jetzt bleibt abzuwarten, wie das Gremium in Berlin entscheidet. „Wie auch immer die Entscheidung nächste Woche ausfällt, ich habe eine neue Top-Destination am Rande des Thüringer Waldes kennengelernt, die ich allen Berlinern als Kurz- oder Wochenendtrip nur empfehlen kann“, resümierte Carsten Schneider seine Eindrücke.


Michael Wirkner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


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