Der Bauablauf im Bereich der Brücke in der Debrastraße wird noch einmal geändert. Foto: Tom Demuth

Brückenbau in Debrastraße wird verschoben

Umleitungsstrecke soll vorher asphaltiert werden

Die Stadt Rudolstadt ändert den Bauablauf im Bereich der Debrastraße, wo es wegen Brückenbauarbeiten und einer damit nicht verhinderbaren Vollsperrung zu starken Einschränkungen der Anwohner kommt. Um die Einschränkungen zu minimieren, soll vor dem Bau der Brücke die Umleitungsstrecke über die Jenaische Straße/Flutgraben mit einer Asphaltschicht versehen werden. Anders als zunächst vorgesehen sollen nun nicht nur Teile, sondern die gesamte Strecke der Umgehung asphaltiert werden.

„Ich kann es gut nachempfinden, dass die Anlieger über einen solch langen Zeitraum nicht über eine Umleitung in so einer schlechten baulichen Verfassung fahren wollen“, erklärt Bürgermeister Jörg Reichl.  Nachdem zahlreiche Anwohner die Stadt auf den Missstand aufmerksam gemacht haben, hat sie sich entschieden, die Strecke umfangreicher auszubauen.

 „Daher werden die Bauarbeiten der Brücke, die für September geplant waren, voraussichtlich verschoben. Momentan wird geprüft, wie die Umleitungsstrecke mit Mitteln des städtischen Haushalts ertüchtigt werden kann“, so Reichl weiter. Die Hauptarbeiten sollen noch in diesem Jahr stattfinden, sodass eine Befahrbarkeit der Brücke über den Winter ermöglicht werden kann. Restarbeiten sollen dann im Frühjahr durchgeführt werden.

Momentan weist die 120 Jahre alte Brücke eine schlechte Verkehrssicherheit auf. So gibt es Schäden am seitlichen Betongesims und es fehlen Bordsteine als Auffahrschutz für Fußgänger. Bei der Sanierung sollen zudem die Brückengeländer, der Straßenbelag sowie die Abdichtung des Bauwerks vor Feuchtigkeit erneuert werden. Damit wird für die nächsten Jahre die Brücke wieder vollständig ihrer Funktion nachkommen und die nächste Brückenprüfung bestehen.

Bereits laufende vorbereitende Arbeiten durch den Zweckverband Saalfeld-Rudolstadt (ZWA) und die Energienetze Rudolstadt GmbH (EnR) können nicht unterbrochen werden. Hierbei handelt es sich um dringend notwendige Verlegearbeiten von Versorgungsleitungen. Die EnR verlegt Leerrohre für die Umverlegung einer Trafostation und erneuert die Niederspannungstrasse. Zudem werden Gasleitungen neu verlegt. Der ZWA erneuert die Anbindung an die Fernwasserleitung.

Die angekündigten Vollsperrungen im Bereich der Einmündung Steinweg und Debrastraße Hausnummer 2 dauern noch bis 16. Juli und im Bereich zwischen Brücke und Lengefeldstraße (B 85) vom 19. Juli bis 6. August. Diese können nicht verhindert werden. Aufgrund der kurzfristigen Einbindung der Stadt durch die Versorgungsträger konnten bisher nur kleinere Instandsetzungen an der Umleitungsstrecke durchgeführt werden. Dafür bittet die Stadt Anwohner und Anlieger um Verständnis.


Michael Wirkner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit