Zur Geschichte des bunten Holzvogels

Ausstellung zu 300 Jahren Rudolstädter Vogelschießen in der KulTourDiele

300 Jahre Rudolstädter Vogelschießen konnten in diesem Jahr groß gefeiert werden. Der sechste Band der Rudolstädter Schriften widmet sich unter dem Titel „Von Riesenschlangen, ägyptischem Zauber und schwebenden Jungfrauen“ diesem Thema und wurde offiziell am 28. August 2022 vorgestellt, auf den Tag genau 300 Jahre nach dem das erste öffentliche Vogelschießen auf dem Anger in Rudolstadt durchgeführt wurde. Unter dem gleichen Titel wurde am Freitag eine Ausstellung in der KulTourDiele feierlich eröffnet. Historiker Jens Henkel, der sich mit Herzblut den Rudolstädter Schriften widmet, sprach zur Eröffnung über die Geschichte des mittlerweile größten Volksfestes in Thüringen. Er klärte beispielsweise darüber auf, weshalb es in den Archiven so wenige Ansichten des Volksfestes aus den Anfangszeiten der Fotografie gibt. Es sei wohl ein technischer Grund der Belichtungszeiten, für die das Rummeltreiben schlicht zu wild und schnell war. Für die musikalische Umrahmung sorgte René Warkus am Leierkasten.
Die Ausstellung zeigt selten gezeigte Objekte aus dem Bestand der ehemaligen städtischen Altertumssammlung wie bemalte Schießscheiben des 19. Jahrhunderts und eine Abbildung des original erhaltenen Holzvogels aus der Zeit um 1900. Eine reizvolle Ergänzung bilden zahlreiche Fotografien aus der Zeit zwischen 1900 und 1953, die den alten „Oberanger“ als Schauplatz des ältesten Volksfestes dieser Art in Thüringen zeigen.
Die Objekte und Fotografien können noch bis 1. Oktober 2022 in der KulTourDiele zu den Öffnungszeiten der Theaterkasse besichtigt werden.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit