Von links: Mirko Schreiber, 1. Beigeordneter der Stadt Rudolstadt; Beatrice Miller, Projektleiterin für Erasmus an der Pestalozzi-Schule; Gerald Ullrich, Bundestagsabgeordneter; Uwe Weiß, Betriebsleiter JASS Papierfabrik Schwarza; die Schüler Chantall, Justin und Lukas sowie Schulleiter Lutz Meier. Foto: Michael Wirkner

Die Schüler Justin, Chantall und Lukas übergeben die Plakatte an Betriebsleiter Uwe Weiß. Foto: Michael Wirkner

Erasmus-Projekt: Förderschule zeichnet Papierfabrik aus

Für innovativen und nachhaltigen Umweltschutz

Das Staatliche Förderzentrum „Johann Heinrich Pestalozzi“ aus Rudolstadt ist die einzige Schule in Deutschland mit Förderschülern, die internationale Projekte im europäischen Programm „Erasmus+“ begleitet. Das Förderprogramm der Europäischen Union fördert internationale Jugendprogramme zur Stärkung des europäischen Gedankens. Die Pestalozzi-Schule engagiert sich seit Jahren in diesem Programm. In der Förderperiode 2020 bis 2023 stehen unterschiedliche Projekte mit Partnerschulen in Tschechien, Polen und Kroatien an. So sind das Sammeln von Plastikmüll an der Adria und an der Ostsee gemeinsame Projekte. Ziel ist ein aktiver Umweltschutz, diesen gestalten und im europäischen Kontext sehen.

Auch vor Ort werden Nachhaltigkeit und Umweltschutz von Schülerinnen und Schülern der Pestalozzi-Schule untersucht. Als Partnerprojekt stand die JASS-Papierfabrik im Industriegebiet Schwarza zur Verfügung. Hier stehen Umweltschutz, Recycling und Ressourceneinsparung ganz oben auf der Agenda. In einem Workshop lernten die Kinder bei einer umfangreichen Besichtigung, wie Papier hergestellt wird und welch hohen Beitrag die Fabrik für Recycling leistet. Zwar hatten die Schüler bereits Erfahrung im Papierschöpfen im Unterricht gesammelt, aber die Größe der Papiermaschine hat mächtig begeistern können.

Als Dank und Anerkennung für ihr Engagement für innovativen und nachhaltigen Umweltschutz und die Unterstützung als Projektort zeichnete die Pestalozzi-Schule die JASS-Papierfabrik mit einer extra entworfenen Plakette aus heimischem Porzellan der Firma Kämmer aus. Zur Übergabe an den Betriebsleiter Uwe Weiß eingeladen waren auch der Bundestagsabgeordnete Gerald Ullrich und Bürgermeister Jörg Reichl, für den in Vertretung der 1. Beigeordnete Mirko Schreiber vorbeischaute. Schreiber zeigte sich begeistert vom Projekt der Förderschule und ihrem Einsatz für den Umweltschutz und das Erasmus-Programm: „Damit ist die Pestalozzi-Schule ein herausragender Stern in unserer Schullandschaft. Es wäre wünschenswert, würden sich noch viel mehr Schulen unserer Region bei Erasmus und damit für die europäische Idee engagieren.“

Dieses und alle Erasmus-Projekte der Schule fließen in ein eigenes Handbuch ein, das auch zukünftigen Schülern im Unterricht zur Verfügung stehen wird.

 

Michael Wirkner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit