Am Freitag vor Pfingsten kamen die Mitglieder der Stadträte der Städte Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Bad Blankenburg zur gemeinsamen Festsitzung anlässlich „25 Jahre Städtedreieck“ im Festsaal auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt zusammen. Foto: Michael Wirkner

Am Freitag vor Pfingsten kamen die Mitglieder der Stadträte der Städte Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Bad Blankenburg zur gemeinsamen Festsitzung anlässlich „25 Jahre Städtedreieck“ im Festsaal auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt zusammen. Foto: Michael Wirkner

Bürgermeister Jörg Reichl begrüßte die geladenen Gäste zum Empfang 25 Jahre Städtedreieck. Foto: Michael Wirkner

Bad Blankenburg Bürgermeister Mike George hielt die Festrede und blickte zurück auf 25 Jahre Städteverbund. Foto: Michael Wirkner

In der Festsitzung reflektierte LEG-Geschäftsführerin Sabine Wosche den Blick des Landes auf den Städteverbund, der aus ihrer Sicht mit Schulterschluss und enger Freundschaft einhergeht. Foto: Michael Wirkner

In der Festsitzung reflektierte LEG-Geschäftsführerin Sabine Wosche den Blick des Landes auf den Städteverbund, der aus ihrer Sicht mit Schulterschluss und enger Freundschaft einhergeht. Foto: Michael Wirkner

Muskalischer Begleitung durch das mit dem Mitteldeutschen Jugendmusikpreis ausgezeichnete „Trio Firlefanz“. Foto: Michael Wirkner

Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania oblag zwar lediglich die Überleitung zum gemütlichen Teil der Festveranstaltung, dennoch stellte er die feste Verbindung der drei Städte in den Vordergrund, die einem Eheversprechen gleichkäme und gute wie schlechte Zeiten gesehen habe. Foto: Michael Wirkner

Sonnenschein und Regen in 25 Jahren Städtedreieck am Saalebogen

Gemeinsame Festsitzung der Stadträte Saalfelds, Rudolstadts und Bad Blankenburgs auf der Heidecksburg bilanzierte das erfolgreiche Miteinander

Am Freitag vor Pfingsten kamen die Mitglieder der Stadträte der Städte Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Bad Blankenburg zur gemeinsamen Festsitzung anlässlich „25 Jahre Städtedreieck“ im Festsaal auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt zusammen.

Nach muskalischer Einstimmung durch das mit dem Mitteldeutschen Jugendmusikpreis ausgezeichnete „Trio Firlefanz“ der Saalfelder Musikschule begrüßte Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl die Festgäste und lüftete dabei das Geheimnis, warum gerade Rudolstadt zum Sitzungsort auserkoren worden war. „In Rudolstadt wurden historisch gesehen bereits im 18. Jahrhundert gute Erfahrungen mit einer Ménage-à-trois, einer Ehe zu Dritt, gesammelt. Friedrich Schiller und die Schwestern Caroline und Charlotte von Lengefeld waren damals die Protagonisten; heute sind es Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg“, beschrieb Reichl.

Mike George, Bürgermeister Bad Blankenburgs und aktuell Vorsitzender im Rat der Bürgermeister, verdeutlichte in seiner Festrede die erfolgreichen Meilensteine in 25 Jahren kommunaler Kooperation. Neben dem ersten Regionalen Entwicklungskonzept waren das u. a. der Bau des Erlebnisbades SAALEMAXX, der Stadthalle Bad Blankenburg und des ZOB Saalfeld/Saale sowie die gemeinsame Ausrichtung des 105. Deutschen Wandertages. Im Jahr 2006 wechselten nicht nur alle drei Rathauschefs, sondern wurde das Städtedreieck auch als eine der erfolgreichsten Städtekooperationen Deutschlands mit dem „kommKOOP“ ausgezeichnet. Die Jury lobte seinerzeit die gute und schnelle Verständigung über gemeinsame Projekte sowie deren zügige Umsetzung. Weitere entscheidende Entwicklungssprünge waren die Einrichtung der Wirtschaftsförderagentur, die Umsetzung des Regionalbudgets 2010 bis 2016 sowie die Bewerbung um die Landesgartenschau 2024. „Von 2020 bis 2022 entwickelten wir gemeinsam ein neues Regionales Entwicklungskonzept, welches nun im Bad Blankenburger Stadtrat nicht zur Verabschiedung kommt. Ein Scheidungsgrund ist das sicherlich nicht. Einst verweigerte der Saalfelder Stadtrat seine Zustimmung zum ersten Einzelhandelskonzept. Das zweite Konzept beschlossen dann alle drei Stadträte. Manches hat und braucht seine Zeit“, so George und fügte hinzu: „Es wurde viel erreicht, aber es liegt noch viel vor uns. Touristische Vermarktung, Zusammenarbeit der Verwaltungen und die Wahrnehmung des Städtedreiecks in Erfurt sind da nur drei Ansätze. 25 Jahre sind eine Generation und wir stehen vor einem Generationswechsel. Es braucht neue Persönlichkeiten, die die Welt, die Region formen. Freude, Wachstum und Zukunft sollen uns die nächsten 25 Jahre begleiten.“

Von Anfang an wurde die Städtekooperation von der LEG Thüringen begleitet. In der Festsitzung reflektierte daher Geschäftsführerin Sabine Wosche den Blick des Landes auf den Städteverbund, der aus ihrer Sicht mit Schulterschluss und enger Freundschaft einhergeht. „Warum ist das Regionalmanagement für uns eine wunderbare Aufgabe? Im Städtedreieck gibt es einen Geist des Miteinanders. Lösungsorientiert, respektvoll und unbürokratisch unterstützt man sich am Saalebogen. Die Corona-Pandemie, kurzfristige Personalengpässe und die Ukraine-Hilfe haben dies in jüngster Vergangenheit erst wieder bestätigt. Das Städtedreieck ist ein Vorbild für Thüringen und aktuell besonders für die Kooperation Heilbad Heiligenstadt, Leinefelde-Worbis und Dingelstädt“, legte Wosche dar. Zur Bewältigung des Dauerkrisenmodus und zur Begegnung von Zukunftsfragen wie Klimawandel, Digitalisierung, Innenstadtbelebung, Mobilität und Nachnutzung werde die LEG weiterhin Partner sein.

Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania oblag zwar lediglich die Überleitung zum gemütlichen Teil der Festveranstaltung, dennoch stellte er die feste Verbindung der drei Städte in den Vordergrund, die einem Eheversprechen gleichkäme und gute wie schlechte Zeiten gesehen habe. „25 Jahre Kooperation hielten alles bereit, was eine gute Beziehung ausmacht: Sonnenschein und Regen, große Erfolge und kleine Niederlagen, dunkle Wolken, reinigende Gewitter und schöne Sommerabende. Egal, was der eine oder andere sagt oder schreibt, das Städtedreieck war, ist und bleibt ein Erfolgsmodell. Gemeinsam erreichen wir mehr, als jeder für sich allein. Ich hoffe, dass in 25 Jahren unsere Nachfolger ebenfalls sagen können: Gut ist es geworden, der Weg hat sich gelohnt“, resümierte Dr. Kania bevor er den Ausklang der Festsitzung in die Hände des Hofpagen der Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt übergab.

Städtedreieck am Saalebogen