Schillerhausleiter Christian Hofmann und Theaterdramaturgin Katja Stoppa sind die beiden Initiatoren der Gesprächs- und Aktionsreihe. Foto: Friederike Lüdde

Nachhaltigkeit nervt! – Was soll das?

Theater Rudolstadt und Schillerhaus laden zu Gesprächen ein

Welche Vielfalt sich hinter dem Thema „Nachhaltigkeit“ verbirgt, ist den wenigsten Menschen bewusst. Dabei umfassen die Ziele gar nicht nur Maßnahmen zum Klimaschutz. Sie sind viel ganzheitlicher gedacht. Um dies zu ergründen, Schwellen und Vorurteile abzubauen und Horizonte zu eröffnen, laden das Theater Rudolstadt und das Schillerhaus ab dem 15. Juni zu einer gemeinsamen Gesprächs- und Aktionsreihe unter dem Titel „Nachhaltigkeit nervt! – Was soll das?“, in den Schillergarten ein. Verschiedene Mitmachangebote richten sich dabei auch an junge Familien.

Schon Schillers Schwiegervater Carl Christoph von Lengefeld prägte einen forstwirtschaftlichen Nachhaltigkeitsansatz in dem Sinne, dass man nur so viel aus dem Wald herausholen darf, wie auch wieder nachwächst. Dieser Gedanke beeindruckte den Preußenkönig Friedrich II. so sehr, dass er den Oberforstmeister von Lengefeld abwerben wollte. Der jedoch blieb in Rudolstadt. Wie steht es heute um den Wald und dessen Nachhaltigkeit? Unter der Überschrift „Wald als Beruf(ung)“ diskutieren mit Dramaturgin Katja Stoppa und dem Leiter des Schillerhauses, Christan Hofmann, am 15. Juni, um 19.30 Uhr die Biologin Dr. Birgit Ahrens, Prof. Helmut Witticke, emerierter Professor für Forstwirtschaft, und Daniel Heinrich, Stadtrevierförster.

In der zweiten Diskussionsrunde am 6. Juli steht der Begriff „Nachhaltigkeit“ selbst auf dem Prüfstand und mit ihm die Frage: Wie kann man gemeinsam nachhaltiger agieren? In der Diskussionsrunde kommen auch Vertreter der Wirtschaft und aus sozialen Bereichen zu Wort. Auf dem Podium begrüßen David Theobald, Koordinator für Kommunale Entwicklungspolitik in Saalfeld, Erik Bachmann vom Klimanetzwerk Saalfeld-Rudolstadt, Dr. Rolf Wendler vom Stahlwerk Unterwellenborn, Nachhaltigkeitsmanagerin Juliane Corredor Jimenez und Annett Wenzel, Jugendpflegerin der Stadt Rudolstadt.

Spaß an Nachhaltigkeit finden und mit lokalen Partnern entdecken, wie es geht – hierfür lädt ein bunter Familiennachmittag zum Ausprobieren, Erleben und Experimentieren am 13. Juli, um 16 Uhr in den Schillergarten ein. Mit dabei ist das Netzwerk für Umweltbildung aus Paulinzella. Ab 19.30 Uhr schließt sich ein Gespräch an.

Ebenfalls an Familien richtet sich der „Dschungelbuch“-Kräuterworkshop am 16. Juli, um 11 Uhr. Gemeinsam mit Opa Lengefeld können die Kinder an Kräutern riechen, sie fühlen und schmecken. Dazu gibt es selbstgemachte Kräuterlimonade.

Der Eintritt für die Veranstaltungen ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter 03672/422766.

Friederike Lüdde
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Landestheater Rudolstadt