Individuelle Gespräche zur Klärung von Problemen und Fragen. Foto: Michael Wirkner

Bürgermeister Jörg Reichl (am Pult) begrüßt mit verschiedenen Gesprächspartnern Geflohene aus der Ukraine bei einem Infoabend in der Regelschule „Friedrich Schiller“. Foto: Michael Wirkner

Der 1. Beigeordnete der Stadt Rudolstadt und Verantwortliche für die Schulen Mirko Schreiber erklärt das Prozedere der Anmeldung an einer städtischen Schule. Foto: Michael Wirkner

Individuelle Gespräche zur Klärung von Problemen und Fragen. Foto: Michael Wirkner

Bürgermeister Jörg Reichl im Gespräch. Foto: Michael Wirkner

Verwaltungsmitarbeiterin Jana Lutz nimmt Fragen entgegen. Foto: Michael Wirkner

Im gemeinsamen Gespräch Probleme klären

Stadt organisierte Infoabend für Geflohene aus der Ukraine

In der deutschen Bürokratie durchzusteigen ist schon für manch Einheimischen ein Buch mit sieben Siegeln. Wie mag es dann erst Geflüchteten aus der Ukraine gehen, die nicht selten mit nur einem Koffer und wenig Deutschkenntnissen hier einen, wenn auch vorübergehenden, neuen Lebensmittelpunkt gründen müssen? Wie kommen sie zu einer Wohnung oder zur Grundsicherung? Welche Schritte müssen gegangen werden und in welcher Reihenfolge?

Klärungen für diese und weitere Fragen sollte ein von der Stadt Rudolstadt organisierter Infoabend am Dienstag, dem 26. April in der Regelschule „Friedrich Schiller“ herbeiführen. Die Stadt hat dafür die in Rudolstadt gemeldeten Ukraine-Flüchtlinge eingeladen, gemeinsam mit Vertretern aus den für sie wichtigen Behörden, Hilfsinitiativen und Wohlfahrtsverbänden ins Gespräch zu kommen. Die Nachfrage war groß: Zirka 80 Menschen sind dem Aufruf in die Aula der Schule gefolgt, was bei aktuell 132 in Rudolstadt gemeldeten Geflüchteten einen beachtlichen Anteil darstellt. Für die Kinder wurde eine Betreuung seitens der Schule angeboten, sodass die Eltern sich ganz auf den Abend einlassen konnten.

Begrüßt wurden die Gäste, mit einer Übersetzerin an seiner Seite, von Bürgermeister Jörg Reichl, der auch die Gesprächspartner des Abends vorstellte. Neben der Rudolstädter Verwaltung mit Kerstin Schoetzau, Verantwortliche für Bürgerservice und Kindergärten und Mirko Schreiber für die Schulen, waren Uwe-Jens Kremlitschka vom Jobcenter, Rolf-Henryk Thalmann vom Fachbereich Jugend, Soziales und Gesundheit im Landratsamt und Sylke Möder von der Wirtschaftsförderagentur als Gesprächspartner vor Ort. Auch der Verein „Neue Nachbarn“ und die Wohlfahrtsverbände AWO Rudolstadt, der AWO Kreisverband sowie die Diakonie waren mit ihren Angeboten vertreten.

Fragen des Abends waren unter anderem wann neue Sprachkurse starten, da diese aktuell oft überfüllt sind. Aber auch Fragen über die Größe von Wohnungen in der Grundsicherung und was passiert, wenn sich zwei Familien eine Wohnung teilen oder die finanzielle Unterstützung für einheimische Freunde und Familien, die Geflüchtete aufgenommen haben.  Nach dem offiziellen Teil standen alle Ansprechpartner für persönliche und individuelle Fragen zur Verfügung, was lange und rege genutzt wurde.
So dankbar die Veranstaltung von den Teilnehmenden angenommen wurde, so glücklich zeigten sie sich auch über die Unterstützung vor Ort. Dies brachte die Ukrainerin Natalia mit einem Handzeichen auf den Punkt: „Es ist mir ein Bedürfnis an dieser Stelle Ihnen Herr Bürgermeister für diese Veranstaltung, aber vor allem allen Rudolstädterinnen und Rudolstädtern für die große Hilfsbereitschaft und Spenden, die wir und unsere Kinder erfahren durften, Danke zu sagen.“ Die Teilnehmenden Gäste stimmten ihr mit großem Beifall zu.

Michael Wirkner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit