Aktuelle Entwicklungen an den Energiemärken haben Einfluss auf Energiepreise

EVR passt zur zweiten Jahreshälfte Preise der Grundversorgung an

In den letzten Monaten ist Energie deutlich teurer geworden. Das lag vor allem daran, dass sich die Preise an den Einkaufsmärkten durch die weltweit gestiegene Nachfrage nahezu verdoppelt haben. Jetzt wird der Markt durch die Entwicklungen in Europa stark beeinflusst: Die Preise an den Börsen schnellen seit Ende März 2022 in die Höhe und sorgen für extreme Preissprünge.

„Diese Mehrkosten können wir leider nicht mehr auffangen. Wir sind aufgrund dieser Entwicklungen gezwungen, die Preise für Strom und Erdgas zur zweiten Jahreshälfte anzupassen. Derartige Preissprünge hat es auf dem Energiemarkt noch nie gegeben.“, so Thomas Zaremba, Geschäftsführer der Energieversorgung Rudolstadt GmbH (EVR). 

Die Preiserhöhung im Strom betrifft in der Grundversorgung knapp 2.000 Verträge, im Erdgas etwa 400. Für die anderen Preismodelle (Rudi-Sonderprodukte) ist zum derzeitigen Zeitpunkt keine Preisanpassung vorgesehen. Die Preisgarantie bleibt bestehen.  

Für unsere Stromkunden erhöht sich in der Grundversorgung der Bruttoarbeitspreis um 5,57 Cent pro Kilowattstunde auf 41,26 Cent pro Kilowattstunde. Der Grundpreis bleibt stabil. Für einen Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.000 Kilowattstunden bedeutet dies eine monatliche Mehrbelastung von 13,92 Euro, dies entspricht ca. 14 Prozent.

Die Heizkosten für einen Haushalt mit Gasheizung und einem Jahresverbrauch von 7.000 Kilowattstunden steigen um rund 10 Prozent. Der Bruttoarbeitspreis erhöht sich in der Grundversorgung zum 1. Juni 2022 um 1,33 Cent pro Kilowattstunde auf 12,61 Cent pro Kilowattstunde. Der Grundpreis bleibt stabil. Dies bedeutet eine monatliche Mehrbelastung von 7,76 Euro.

Wir haben unsere Kundinnen und Kunden bereits per Brief über die Preisanpassung informiert. Für Fragen steht unser Kundenzentrum persönlich zu den bekannten Öffnungszeiten oder auch telefonisch unter 03672 444-222 zur Verfügung. 

„Was die Strompreise betrifft, werden wir die zum 1. Juli 2022 wegfallende EEG-Umlage von 4,43 Cent pro Kilowattstunde (inkl. Umsatzsteuer) 1:1 an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben.“, so Zaremba. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) will die Bundesregierung die Haushalte von den extremen Preissteigerungen entlasten.

„Wie sich die Preise auf den Energiemärkten weiterentwickeln, können wir derzeitig noch nicht absehen. Leider müssen wir damit rechnen, dass Erdgas auf absehbare Zeit teurer bleiben wird. Deshalb empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden ihre Verbräuche und die Kosten sorgfältig im Blick zu behalten und zu überprüfen, wie viel Energie verbraucht wurde und ob die Abschlagshöhe ausreichend ist.“, führt Zaremba weiter aus. Abschläge können auch ggf. geändert werden, um unerwartete Nachzahlungen im nächsten Jahr zu kompensieren.

Energieversorgung Rudolstadt GmbH