"Gäste aus Deutschland und dem Ausland haben das neue Schillermuseum in Rudolstadt entdeckt und mit Gewinn die neue Dauerausstellung gesehen", sagte Verbandsvorsitzender Günter Schuchardt heute Vormittag in Rudolstadt. Er verwies auf über 10.000 Besucher in nur sechs Monaten seit der Eröffnung und begrüßte das Haus als 200. Mitgliedsmuseum des Verbandes.
Das Schillermuseum in Rudolstadt stehe beispielhaft dafür, so Schuchardt weiter, dass wissenschaftliches Fachpersonal gebraucht werde, um attraktive Museen zu konzipieren und einzurichten. In diesem Zusammenhang dankte er der Stadt Rudolstadt, dem Träger und Betreiber des Hauses, für die unerlässliche Unterstützung. "Kleine und größere Museen, in den urbanen Zentren und jenseits davon, werden gebraucht und von den Besuchern angenommen", hob Schuchardt den Stellenwert von Museen als geistige Ankerpunkte in der Gesellschaft hervor.
Mit Blick auf den Start der neuen Thüringer Landesregierung forderte der Verbandsvorsitzende eine finanzielle Grundausstattung für die Museen in Thüringen, damit sie künftig ihre Kernaufgaben wieder adäquat erfüllen können. Deshalb sei es notwendig, die Landesmittel für die Museen in Thüringen auf zehn Millionen Euro jährlich anzuheben, sagte Schuchardt. Damit könnten auch dringend notwendige Projekte wie die Digitalisierung der Museumsbestände in Angriff genommen, die außerschulische Bildungsarbeit in den Museen intensiviert und die allgemeine Preisentwicklung der letzten Jahre kompensiert werden, ergänzte der Verbandsvorsitzende.
Der größte kulturelle Fachverband Thüringens zählt gegenwärtig 200 Mitgliedsmuseen, Sammlungen und Gedenkstätten. Mit rund vier Millionen Besuchern jährlich tragen die Museen außerordentlich zur kulturellen Anziehungskraft Thüringens bei.
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