Jüdisches Leben in Rudolstadt

21. Dezember 2021 - 4. Januar 2022
10.00 - 17.00 Uhr

Residenzschloss Heidecksburg
Schloßbezirk 1, 07407 Rudolstadt
+49 3672 / 42900
+49 3672 / 429090
museum@heidecksburg.de
http://www.heidecksburg.de/

Das erwartet Sie

Ein Kooperationsprojekt des Schwarzburger Museumsverbundes Arnstadt, Bad Frankenhausen, Rudolstadt und Sondershausen.
Angelehnt an das Themenjahr "900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen" beleuchtet die Sonderausstellung die jüdische Gemeinde in Rudolstadt im 18. Und 19. Jahrhundert anhand des einmaligen Bestandes "Judaica" im Thüringer Landesmuseum Heidecksburg.
Durch Erbprinz Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt erhielten sie 1784 eine Handelskonzession für die schwarzburgische Oberherrschaft, die eine Ansiedlung jüdischer Familien in Rudolstadt ermöglichte. 1796 wurde die jüdische Gemeinde durch Fürst Ludwig Friedrich II. von Schwarzburg-Rudolstadt als gleichberechtigte Religionsgemeinschaft anerkannt. Nach aber gerade einmal 100 Jahren löste sich 1870 die Jüdische Gemeinde Rudolstadt wieder auf.
Die jüdische Familie Callmann übernahm die verbliebene Ausstattung des Synagogenraumes, welche als Stiftung im Jahre 1911 in der Städtischen Altertumssammlung aufgingen. Mit dem Ende des ersten Weltkrieges gelangten die Stücke auf die Heidecksburg, wo sie während der Zeit des Nationalsozialismus sicher verwahrt werden konnten. Als Bestand im Magazin war die Sammlung nach 1945 nicht mehr im öffentlichen Bewusstsein. Erst Anfang der 1980er-Jahre erfolgte eine Erfassung der Judaica-Sammlung. Der fachliche Austausch über diesen Bestand war jedoch erst nach der Friedlichen Revolution von 1989 möglich geworden.