Noch bis 21. Oktober geht die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte.“ Foto: Michael Wirkner

Extra ausgebildete Jugendliche führen durch die Ausstellung. Foto: Michael Wirkner

Extra ausgebildete Jugendliche führen durch die Ausstellung. Foto: Michael Wirkner

Noch bis 21. Oktober geht die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte.“ Foto: Michael Wirkner

Noch bis 21. Oktober geht die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte.“ Foto: Michael Wirkner

Extra ausgebildete Jugendliche führen durch die Ausstellung. Foto: Michael Wirkner

Extra ausgebildete Jugendliche führen durch die Ausstellung. Foto: Michael Wirkner

Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte.

Jugendliche führen durch Anne-Frank-Ausstellung in der Schillerschule

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rudolstadt konnte heute eine Ausstellung über das Leben von Anne Frank in der Regelschule „Friedrich Schiller“ eröffnet werden. Unter dem Titel „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ gibt die Ausstellung des Anne Frank Zentrums Berlin Einblicke in das bewegte Leben des jüdischen Mädchens, mit deren Tagebuch Generationen von Jugendlichen Bekanntschaft mit den Folgen des Holocaust machen konnten. Inhaltlich begleitet die Ausstellung das Leben von Anne Frank und ihrer Familie und stellt das von ihr Erlebte in den historischen Kontext. Dabei stehen natürlich das Versteck in Amsterdam und das dort geschriebene Tagebuch im Mittelpunkt. Die Ausstellung versucht aber auch eine Brücke vom Gestern ins Heute zu bauen, indem Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung aufgeworfen werden. Eine Besonderheit des Ausstellungskonzepts sind die sogenannten Peer Guides. Hierbei handelt es sich um Jugendliche, etwa im gleichen Alter Anne Franks, die durch die Ausstellung führen. Dazu wurden an zwei Tagen über 20 Jugendliche des Staatlichen Berufsbildungszentrums und der Regelschule „Friedrich Schiller“ durch das Anne Frank Zentrum weitergebildet. Hierbei geht es nicht nur um Wissensvermittlung auf Augenhöhe, sondern auch darum, dass gemeinsame Gespräche angeregt werden sollen.

Bei der heutigen Ausstellungseröffnung in der Aula der Schillerschule konnten die gewonnenen Fähigkeiten erstmals erprobt werden. Zuvor begrüßte Schulleiterin Kerstin Neumann die Gäste sowie Mirko Schreiber als 1. Beigeordneter der Stadt Rudolstadt. Beide machten auf die Wichtigkeit des Themas Antisemitismus aufmerksam, weil dieser auch heute noch in der Gesellschaft weit verbreitet sei. Dem beipflichten konnte auch Katinka Meyer vom Anne Frank Zentrum, die steigende Angriffe in Folge von Antisemitismus in jüngster Vergangenheit mit Zahlen und Fakten belegte. Das kulturelle Rahmenprogramm wurde durch eine gefühlvolle Darbietung der Gruppe „Darstellen und Gestalten“ einer 10. Klasse sowie beeindruckende musikalische Stücke von den Schülerinnen Marie Trinter und Marlene Kamp sowie Pfarrer Samuel Knelsen und Orchestermusiker Markus Gannott bereichert.

Möglich gemacht, und damit die Ausstellung nach Rudolstadt geholt, hat es die Koordinierungsstelle Partnerschaft für Demokratie Saalfeld-Rudolstadt, welche die Finanzierung übernommen hat. Unterstützung bekam das Projekt zudem vom Förderverein der Regelschule „Friedrich Schiller“ sowie der Stadt Rudolstadt.

Öffentliche Besichtigungen sind am 12.10., 13.10., 19.10. und 20.10.2021 von 16 bis 18 Uhr in der Aula der Regelschule „Friedrich Schiller“. Angeboten werden ebenfalls öffentliche Führungstermine für Gruppen am 14.10. und 21.10.2021 um jeweils 16 Uhr. Für Führungen bittet die Schule um vorherige Anmeldung unter 03672 431787.

 

Michael Wirkner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit