Chris Langguth, Matthias Fritsche und Bürgermeister Jörg Reichl beim Rundgang durch die Produktionshalle (v. l. n. r). Foto: Michael Wirkner

Matthias Fritsche von der Wirtschaftsförderung, Geschäftsführer der Kustan GmbH Chris Langguth und Bürgermeister Jörg Reichl vor dem Firmensitz in Rudolstadt (v. l. n. r.). Foto: Cora Patze

Chris Langguth (r.) und Bürgermeister Jörg Reichl beim Rundgang durch die Produktionshalle. Foto: Michael Wirkner

Matthias Fritsche von der Wirtschaftsförderung, Geschäftsführer der Kustan GmbH Chris Langguth und Bürgermeister Jörg Reichl (v. l. n. r.). Foto: Michael Wirkner

Unikate im Anlagenbau für den Weltmarkt

Bürgermeister besucht Kustan GmbH

Bürgermeister besucht Kustan GmbH

Nach einem ersten Gespräch bei der Ausbildungsmesse „InKontakt“ in Bad Blankenburg besuchte Bürgermeister Jörg Reichl gemeinsam mit Matthias Fritsche von der Wirtschaftsförderagentur im November das Rudolstädter Unternehmen Kustan GmbH, um mehr über das Produktportfolio sowie die Sorgen und Nöte der Firma zu erfahren.

Das international tätige Unternehmen im Bereich Kunststoffanlagenbau wurde 1977 gegründet und ist seit 1990 im Industrie- und Gewerbegebiet Rudolstadt-Schwarza ansässig. Die 34 Rudolstädter Mitarbeiter arbeiten seither in der Verwaltung, der Konstruktion und in der Produktion auf 1.435 Quadratmetern Produktionsfläche zusammen. Unterstützt werden sie von den Kollegen am zweiten Firmenstandort in Gelsenkirchen.

Geplant und hergestellt werden Anlagen aus Kunststoff für die Bereiche Wasser, Chemie, Luft und Batterie-Technologie. So zum Beispiel Abwasserbehandlungsanlagen, Chemikalienmanagementanlagen, Abluftanlagen, Schalldämpfer, Abluftwäscher, Formationsanlagen für Batterien, Säurereinigungsanlagen und Gelmischanlagen. Von der Planung über die Montage bis hin zur Wartung oder auch einer eventuellen Anlagenumnutzung unterstützt die Kustan GmbH ihre Kunden. Die selbst geplanten Anlagen werden an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden angepasst. So entstehen kundenspezifische Unikate, die weltweit zum Einsatz kommen.

Die Themen Energie und Gasmangel blieben während des Gesprächs ebenfalls nicht unerwähnt. „Unsere Maschinen werden mit Strom betrieben, Gas brauchen wir nur zum Heizen. Die Gas-Krise ist für Kustan also kein großes Thema“, so der Geschäftsführer Chris Langguth.

Bei der anschließenden Führung durch das Unternehmen machte der Geschäftsführer auf den Fachkräftemangel aufmerksam. Dieser ist auch bei Kustan deutlich zu spüren. Obwohl die Suche nach neuen Mitarbeitern unter anderem über Social-Media-Plattformen stattfindet, sei es doch schwierig sich gegenüber größeren Unternehmen zu behaupten. Dabei stehe Kustan diesen Unternehmen bei Gehalt und Perspektiven in nichts nach. Auch die zusätzlichen Leistungen kommen den Mitarbeitern zugute. So kann man als Mitarbeiter in Gleitzeit arbeiten, ein Job-Rad nutzen, die Pausen gemeinsam mit den Kollegen für sportliche Aktivitäten nutzen und die Mitgliedschaft im Fitnessstudio wird finanziell unterstützt.

Für das nächste Ausbildungsjahr werden die Ausbildung zum Mechatroniker und die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik angeboten. Ebenso ist ein duales Studium für Technisches Management an der Hochschule Eisenach möglich.

 

Cora Patze
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit