Zehntägige Kampagne der Thüringer Gleichstellungsbe-auftragten gegen häusliche Gewalt

Gleichstellungsbeauftragte setzen gemeinsam ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung gegen Gewalt an Frauen am 25. November (Orange Day) nimmt der Landkreis gemeinsam mit der Stadt Rudolstadt und der Stadt Saalfeld/Saale an der Aktion „25.11.ichhandlejetzt!“ teil. Thüringenweit sollen vom 15. November 2022 täglich auf die regionalen Hilfs- und Beratungsangebote gegen häusliche Gewalt aufmerksam gemacht werden. Dies geschieht auf den Webseiten aller teilnehmenden Landkreise und Städte, sowie auf deren Social-Media-Plattformen. Organisiert wird die Aktion von der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Thüringens.

„Mit der Kampagne setzen wir gemeinsam thüringenweit ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt. Wir geben betroffenen Personen und deren persönlichen Umfeld im Landkreis die Möglichkeit, sich über Hilfsangebote zu informieren und Unterstützung zu erhalten“, sagt Beate Breuer, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt. Saalfelds Gleichstellungsbeauftragte Isrid Müller, die seit Jahren mit öffentlichen Aktionen auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam macht, fügt hinzu: „In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Hilfsberatungen bei häuslicher Gewalt deutlich angestiegen. Dennoch werden die meisten Fälle gar nicht erst angezeigt. Hier braucht es deutlich mehr Aufklärung und Unterstützung.“ Rudolstadts Gleichstellungsbeauftragte Birgit Lamprecht ergänzt: „Ich hoffe, dass wir mit dieser Aktion ganz viele Frauen erreichen und zum Handeln bewegen können, sich so schnell wie möglich gegen ihr Leid zu stellen.“

Landesweit beteiligen sich 18 Landkreise und Städte an der Aktion „25.11.ichhandlejetzt!“. Auf Kreisebene sind das neben dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt der Landkreis Greiz, der Ilm-Kreis, der Kyffhäuserkreis, der Saale-Holzland-Kreis, der Wartburgkreis und der Landkreis Weimarer Land. Zusätzlich zu den Städten Saalfeld/Saale und Rudolstadt nehmen auch die Städte Apolda, Eisenach, Gera, Ilmenau, Jena, Mühlhausen, Nordhausen, Sondershausen und Weimar an der Kampagne teil. Außerdem wird die Aktion von Gabi Ohler, die Thüringer Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann, Landrat Marko Wolfram, Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania und dem Rudolstädter Bürgermeister Jörg Reichl befürwortet.

Wolfram unterstreicht die Notwendigkeit der Aktion: „Es ist essenziell, dass Betroffene von häuslicher Gewalt die unterschiedlichen Beratungsangebote im Landkreis kennen und wahrnehmen. Ich unterstütze die Aktion „25.11.ichhandlejetzt!“ mit aller Kraft und hoffe, dass allen Betroffenen schnellstmöglich geholfen wird.“

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gibt es derzeit Hilfsangebote zur Beratung und Vermittlung bei häuslicher Gewalt, Notrufnummern für Frauen in Akutsituationen, Unterkünfte für von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder, Hilfe und Beratung zum Kindeswohl und Opferberatung unabhängig vom Geschlecht.

Informationen zu allen Hilfs- und Beratungsangeboten unter www.kreis-slf.de/gewalt-gegen-frauen.

 

Quelle: Landkreis Saalfeld Rudolstadt | Stadt Saalfeld/Saale | Stadt Rudolstadt