"Von Schwager zu Schwager: Friedrich von Beulwitz und Friedrich Schiller"

Vortrag von Horst Fleischer im Alten Rathaus Schiller respektierte bei seinem späteren Schwager dessen Wissen und literarische Bildung durchaus und fand

Vortrag von Horst Fleischer im Alten Rathaus
Schiller respektierte bei seinem späteren Schwager dessen Wissen und literarische Bildung durchaus und fand in ihm einen vielseitig interessierten Gesprächspartner. Was den Umgang mit Frauen betraf, so fühlte sich der um vier Jahre jüngere Dichter seinem Gastgeber überlegen. Flogen ihm doch die Herzen der Schwestern von Lengefeld zu. Caroline, die ältere der beiden Schwestern und Ehefrau von Beulwitz, offenbarte ihm ihre Gefühle und Sehnsüchte, so daß der Dichter durchaus geneigt war, die Rolle eines Liebhabers bei ihr zu übernehmen. Das konnte er nur dann mit einigermaßen gutem Gewissen tun, wenn er dem Ehemann die Fähigkeit absprach, seine Frau mit Feinfühligkeit zu behandeln. Was er dann auch tat. Ein objektiver Beobachter konnte er wegen seiner Neigungen nicht sein. Die Wirklichkeit war komplizierter und ließ sich in einer Dreiecksbeziehung nur unzureichend abbilden. Horst Fleischer hält seinen Vortrag am Mittwoch, 11. November, um 14.00 Uhr im Alten Rathaus.