Solistin dieser Konzertabende ist Maria Solozobova. Foto: Kaupo Kikkas

4. Sinfoniekonzert der Thüringer Symphoniker huldigt Beethoven

Ein Fest für Beethoven – in den Reigen unzähliger Veranstaltungen anlässlich seines 250. Geburtstags reihen sich auch die Thüringer Symphoniker mit ein. Zum Auftakt des großen Jubiläumsjahres 2020 lassen sie im 4. Sinfoniekonzert Beethovens einziges vollendetes Violinkonzert zusammen mit Bruckners 9. Sinfonie erklingen. Am Pult steht Chefdirigent Oliver Weder.

Beethoven setzte mit seiner 9. Sinfonie neue Maßstäbe. Ihr Hauptthema, im berühmten Finale zur Vollendung geführt, ist seit 1985 offizielle Europahymne. Für die Komponistengenerationen nach ihm war es schwer, das große Vorbild Beethoven noch zu überbieten. Und so verbrachte auch Anton Bruckner lange an dem Schluss seiner ebenfalls 9. Sinfonie d-Moll, die der Gipfel seines ganzen Schaffens werden sollte. Formal sprengt dieses Mammut-Werk mit monumentaler Klangwelt und riesiger Orchesterbesetzung alles bisher Dagewesene unter den Sinfonien. Sie blieb jedoch unvollendet.

Auch mit seinem einzigen Violinkonzert D-Dur schuf Ludwig van Beethoven ein Glanzstück, das nicht nur als eine der großartigsten Kompositionen, sondern auch als Prototyp seiner Gattung gilt. Violine und Orchester verschmelzen darin in einer klanglichen Komplexität, wie man sie zuvor nicht gekannt hatte. Es fordert vom Solisten einerseits ein nahtloses Legato und geradezu spirituelles Gefühl, andererseits im Finale leichten Frohsinn. Solistin dieser Konzertabende ist Maria Solozobova. Sie konzertierte bereits mit Martha Argerich, Mischa Maisky, Yuri Bashmet, Maria Joao Pires, Vladimir Ashkenazy und Sol Gabetta. Vor knapp zehn Jahren war sie Konzertmeisterin der Thüringer Symphoniker.

Karten für die Konzerte am 17. und 18. Januar, jeweils 19.30 Uhr im Meininger Hof Saalfeld sind an den üblichen Vorverkaufsstellen sowie online auf der Website des Theaters erhältlich.

Theater Rudolstadt