Auffrischungs-Impfung
Booster-Impfung

Seit September werden bestimmten Personengruppen sogenannte Auffrischungsimpfungen angeboten. Grundsätzlich können sich alle Bürgerinnen und Bürger, deren zweite Impfung sechs Monate oder länger zurückliegt, eine Auffrischungsimpfung geben lassen und haben Anspruch auf eine Übernahme der anfallenden Kosten. Für einige Personengruppen ist eine Booster-Impfung besonders sinnvoll. Alle Informationen zu diesen Impfungen finden Sie hier.

FAQ Auffrischungsimpfung

  • Was sind Auffrischungsimpfungen?

    Bei der Auffrischungsimpfung handelt es sich um eine erneute Verabreichung einer Dosis eines zugelassenen mRNA-Impfstoffs. Ziel der Auffrischungsimpfung ist, bei bestimmten Personengruppen, bei denen es zu einer reduzierten oder nachlassenden Immunantwort nach einer COVID-19-Impfserie kommen kann, den Impfschutz zu erhöhen. Der Einsatz von Auffrischungsimpfungen bei bestimmten Personengruppen wurde am 2. August 2021 von der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz (GMK) beschlossen.

    Weitere Informationen zur Auffrischungsimpfung finden Sie in diesem Artikel

    Stand: 26.10.2021

  • Wann darf ich eine Auffrischungsimpfung erhalten?

    In Thüringen gilt:

    • Wer mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) oder dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca geimpft wurde, kann nun bereits fünf Monate nach Abschluss der vollständigen Impfserie die dritte Impfung erhalten.
    • Bei einer Impfung mit dem Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson beträgt diese Frist nur vier Wochen.
  • Wie wird eine Auffrischungsimpfung nachgewiesen und wie ist der rechtliche Status einer Auffrischungsimpfung, zum Beispiel beim Reisen?

    Auffrischungsimpfungen können im digitalen Impfnachweis angezeigt werden. Die Dokumentation der Auffrischungsimpfung läuft genauso ab, wie bei Erst-, Zweit- oder Booster-Impfungen nach einer Genesung. 

    Die Auffrischungsimpfungen, die seit September 2021 angeboten werden, stellen eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme dar. Ein bisher erreichter Status eines vollständigen Impfschutzes nach nationalen Regelungen gilt derzeit weiterhin fort. Die Gültigkeitsdauer von europäischen (EU)-Impfzertifikaten bleibt von dem Angebot einer Auffrischungsimpfung unberührt. 

    Stand: 26.10.2021

  • Ich wurde mit einem Impfstoff geimpft, der nicht in der EU zugelassen ist. Komme ich für eine Auffrischungsimpfung in Frage?

    Sollten Sie im Ausland einen nicht in Deutschland zugelassenen Impfstoff erhalten haben, halten Sie hierzu bitte Rücksprache mit Ihrer Arztpraxis, Ihrem zuständigen Impfzentrum oder Ihrer Betriebsärztin beziehungsweise Ihrem Betriebsarzt, wie verfahren werden kann - zum Beispiel welcher Impfstoff und zu welchem Zeitpunkt verabreicht werden soll. Sie müssen in einem solchen Fall damit rechnen, dass eine zusätzliche Impfung in Deutschland erforderlich sein wird.

    Gut zu wissen: Ihren Impfstatus können Sie mit dem Impfbuch der Weltgesundheitsorganisation (WHO), also Ihrem gelben Impfpass, nachweisen. Dieser ist international gültig und wird in Deutschland anerkannt. 

    Stand: 10.11.2021

  • Ist die Auffrischungsimpfung kostenlos?

    Ja, alle Impfungen gegen das Coronavirus, die nach der Impfverordnung durchgeführt werden, sind für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Das gilt auch für Auffrischungsimpfungen.

    Stand: 25.10.2021

  • Müssen die Daten der Auffrischungsimpfung im Rahmen des Digitalen Impfmonitorings (DIM) an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt werden? Falls ja, wie werden die Daten übertragen?

    Eine Übertragung der Daten zu Impfungen muss im Rahmen der Impfsurveillance (Überwachung) sowohl für Erst- und Zweitimpfung als auch für die Auffrischungsimpfungen von den Leistungserbringerinnen und Leistungserbringern digital vorgenommen werden. Seit September 2021 ist die Übermittlung einsatzfähig. Das Digitale Impfquoten-Monitoring (DIM) des Robert Koch-Instituts weist die Auffrischungsimpfungen gesondert aus. Dafür wurden technische Anpassungen vorgenommen. Die Länder sind dafür verantwortlich, dass die bis dahin bereits verabreichten Auffrischungsimpfungen an das DIM nachgemeldet werden.

    Stand: 13.10.2021

  • Ist genügend Impfstoff in Deutschland vorhanden, um die Auffrischungsimpfungen durchführen zu können?

    Ja, für die Auffrischungsimpfungen, die seit September 2021 durchgeführt werden, ist genügend Impfstoff vorhanden. Auch wenn mehr Auffrischungsimpfungen verteilt werden, steht genügend Impfstoff für alle impfwilligen Personen zur Verfügung. Hier können Sie nachlesen, wer eine Auffrischungsimpfung erhalten kann. Die Anzahl der Geimpften mit Auffrischungsimpfung können Sie tagesaktuell im Impfdashboard einsehen.

    Stand: 03.11.2021

  • Entspricht die einmalige Verimpfung von mRNA-Impfstoffen im Rahmen der Auffrischungsimpfung der Impfstoffzulassung?

    Ja, die erneute Verabreichung eines Coronaschutz-Impfstoffs erfolgt im Rahmen der Zulassung und ist eine ärztliche Therapieentscheidung. Die Wiederholung der Behandlung mit einem zugelassenen Impfstoff durch die Impfärztin oder den Impfarzt im Rahmen der zugelassenen Indikation, Personengruppe und Dosierung ist ein bestimmungsgemäßer Gebrauch und erfolgt im Rahmen seiner bestehenden Zulassung.

    Stand: 12.11.2021

  • Wird im Rahmen der Auffrischungsimpfung auch eine Anpassung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung vorgenommen?

    Nein, die Verordnung gilt bis auf Weiteres für Personen mit einer abgeschlossenen Impfserie. Primäres Ziel der Auffrischungsimpfungen ist es, insbesondere vulnerablen Personengruppen einen größtmöglichen Schutz vor einem schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung zu ermöglichen. Die Erhöhung des Impfschutzes kann gleichzeitig zu einer Vermeidung der Verbreitung des Coronavirus beitragen.

    Mehr Informationen zur Auffrischungsimpfung finden Sie hier.

    Stand: 21.10.2021

  • Wie lange behalten Personen, die nach Erst- und Zweitimpfung vollständig immunisiert sind, aber einer Auffrischungsimpfung nicht zustimmen, den Status als „Geimpfte“ oder „Geimpfter“?

    Noch kann keine abschließende Aussage hierzu getroffen werden. Es wird derzeit noch geprüft, welche Impfabstände zur Aufrechterhaltung des Schutzes vor einer COVID-19-Erkrankung, das heißt einer vollständigen Immunisierung, eingehalten werden müssen.

    Stand: 07.10.2021

  • Ist ein Antikörpertest vor der Auffrischungsimpfung erforderlich?

    Nein. Antikörpertests können einen Hinweis darauf geben, ob eine Corona-Infektion durchgemacht wurde. Es gibt aber keinen belastbaren Grenzwert, ab welcher Antikörperkonzentration ausreichend Schutz vor einer neuen Infektion besteht. Daher ist die Kenntnis, ob und wie viele Antikörper man gegen Corona hat, für die Entscheidung über eine Auffrischungsimpfung nicht erforderlich. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Durchführung einer Impfung bei hoher Antikörperkonzentration gefährlich ist.

    Es muss also kein Antikörpertest vor einer Auffrischungsimpfung durchgeführt werden.

    Stand: 05.11.2021

  • Was ist das Ziel der Auffrischungsimpfung?

    Die Entscheidung zur Empfehlung einer Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff bei bestimmten Personengruppen wurde auf Grundlage der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse getroffen. Diese zeigen, dass der Impfschutz insbesondere bei hochbetagten Menschen und Personengruppen mit einem geschwächten Immunsystem (bei bestimmten Erkrankungen oder zum Beispiel Organstransplantierte, die entsprechende Arzneimittel einnehmen müssen) nachlassen und durch eine Auffrischungsimpfung wieder deutlich erhöht werden kann. Zudem wurde festgestellt, dass sogenannte „Low Responder“, also Personen insbesondere der Hochrisikogruppen, nach einer Impfserie weniger Antikörper bilden als üblich. Hier haben Studien gezeigt, dass eine dritte Impfung zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führen kann. Da für eine erneute Impfung keine erhöhten Risikohinweise vorliegen, ist die Möglichkeit einer Auffrischungsimpfung aus präventiven Gesichtspunkten sinnvoll. Dadurch wird sichergestellt, dass der Schutz der Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf weiter hoch bleibt.

    Weitere Informationen zur Auffrischungsimpfung finden Sie in diesem Artikel.

    Stand: 02.11.2021

  • Wird für die zukünftige Festlegung von Auffrischungsimpfungen und Impfabständen auch die Höhe von Antikörpern berücksichtigt?

    Der Nachweis von Antikörpern und deren Höhe ist bezüglich des vorliegenden Immunschutzes allein nicht aussagekräftig. Fehlende Antikörper sind kein Hinweis für das Fehlen einer Immunreaktion. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Genesene ohne nachweisbare Antikörper sehr wohl einen Schutz gegen das Virus durch aktive sogenannte T-Zellen haben.

    Auch bei Personen mit Immundefizienz ist eine generelle Überprüfung der Antikörperantwort nach Auffassung der Ständige Impfkommission (STIKO) nicht notwendig. Die Laboruntersuchung auf Antikörper wird nur für schwer immundefiziente Personen mit einer erwartbar stark verminderten Impfantwort empfohlen.

    Das Thema wird laufend mit Labormedizinern und in Kooperation mit dem Paul-Ehrlich-Institut geprüft, um jederzeit den aktuellen Stand der Wissenschaft berücksichtigen zu können. International laufen Studien mit dem Ziel, messbare Schwellenwerte für die quantitative Bestimmung des Impfschutzes festlegen zu können.

    Stand: 01.11.2021

  • Sind Impfschäden auch bei Auffrischungsimpfungen abgesichert?

    Es besteht bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit Schutzimpfungen eingetreten sind, die auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit dem 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden. Dieser Anspruch besteht unabhängig von den öffentlichen Empfehlungen der Landesbehörden. Dies gilt für alle Impfungen, die mit einem zugelassenen Impfstoff erfolgen.

    Der Entschädigungsanspruch besteht auch bei Folgeimpfungen, denn eine erneute Abgabe oder Verabreichung eines Impfstoffs im Rahmen der Indikation erfolgt nicht außerhalb der Zulassung, sondern ist eine Frage der ärztlichen Therapieentscheidung. Der Impfstoff wird daher auch bei einer Auffrischungsimpfung im Rahmen der Zulassung angewendet.

    Die arzneimittelrechtliche Gefährdungshaftung bleibt unberührt. Gleiches gilt für die Arzthaftung.

    Stand: 15.10.2021

  • Lässt der Schutz gegen das Coronavirus nach einer vollständigen Impfung nach?

    Die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass der Impfschutz insbesondere bei hochbetagten Menschen und Personengruppen mit einem geschwächten Immunsystem nachlassen und durch eine Auffrischungsimpfung wieder deutlich erhöht werden kann. Zudem wurde festgestellt, dass sogenannte „Low Responder“, also Personen insbesondere der Hochrisikogruppen, nach einer Impfserie weniger Antikörper bilden als üblich. Hier haben Studien gezeigt, dass eine dritte Impfung zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führen kann. Mehr Informationen zur Auffrischungsimpfung finden Sie hier.

    Stand: 03.11.2021

  • Was empfiehlt die STIKO zu Auffrischungsimpfungen?

    Nach Prüfung der Daten zur Sicherheit, Immunogenität und Wirksamkeit der Auffrischungsimpfung mit den mRNA-Impfstoffen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) nach sorgfältiger Nutzen-Risikoabwägung folgenden Personengruppen eine Auffrischungsimpfung:

    • Personen ab 70 Jahren,
    • Bewohnerinnen und Bewohnern beziehungsweise Betreuten in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen (auch unter 70 Jahren),
    • Pflegepersonal und andere Tätigen, die direkte Kontakte mit mehreren zu pflegenden Personen haben, in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Verläufe,
    • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientinnen- und Patientenkontakt,
    • Personen mit einer Immundefizienz,
    • Personen, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden.

    Auffrischungsimpfungen werden in der Regel ab sechs Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie empfohlen. Personen, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden, und Personen mit einer schweren Immunschwäche oder Immunsuppression sollten frühestens vier Wochen nach der Impfung eine Optimierung der Grundimmunisierung erhalten.

     

    *** Die Ständige Impfkommission (STIKO) beabsichtigt, den Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna auf die Anwendung für die Altersgruppe ab 30 Jahren zu beschränken. Dies sieht die STIKO als eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikeva® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer. Zudem soll auch eine Impfung von Schwangeren unabhängig vom Alter vorsorglich nur mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer erfolgen. Derzeit läuft das Stellungnahmeverfahren dazu. Die finale Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung zu diesem Punkt steht daher noch aus. ***

     

    Stand: 11.11.2021

  • Sind die Impfstoffe, die für die Auffrischungsimpfung verwendet werden (mRNA-Impfstoffe), an die neuen Virusvarianten angepasst?

    Die Auffrischungsimpfung erfolgt derzeit mit den verfügbaren mRNA-Impfstoffen (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna und Comirnaty® von BioNTech/Pfizer). Dies ist im Rahmen der geltenden Zulassung dieser Impfstoffe möglich. Eine Anpassung der erhältlichen mRNA-Impfstoffe für die Auffrischungsimpfung an neue Varianten ist bislang nicht erfolgt und Untersuchungen zur Anpassung der Impfstoffe an neue Varianten dauern noch an. Infolgedessen sind entsprechende Impfstoffe bisher nicht verfügbar. Zudem zeigen verschiedene Studienergebnisse, dass die Wirksamkeit der verfügbaren mRNA-Impfstoffe bezüglich der Delta-Variante leicht abgeschwächt, aber weiterhin hoch ist. Bezogen auf eine Hospitalisierung zeigte sich bislang kein Wirksamkeitsverlust im Vergleich zur Alpha-Variante.

    Stand: 21.10.2021

  • Warum werden nur mRNA-Impfstoffe für die Auffrischungsimpfungen verwendet?

    Die Entscheidung zum Angebot einer Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff bei bestimmten Personengruppen wurde auf Grundlage der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der bislang zugelassenen Impfstoffe bei breiter Anwendung sowie deren Verfügbarkeit getroffen. Daten haben gezeigt, dass ein heterologes Impfschema (sogenannte Kreuzimpfung) - erst Vektor-Impfstoff, anschließend mRNA-Impfstoff - zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führt als bei einem homologen Impfschema mit Vektor-Impfstoff. Durch die Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff soll erreicht werden, dass neben der hohen Schutzwirkung durch eine Impfung mit mRNA-Impfstoff auch der Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung für Personen mit einer abgeschlossenen Vektor-Impfstoffserie noch weiter erhöht wird.

    Stand: 18.10.2021

  • Wer darf Auffrischungsimpfungen vornehmen?

    Auffrischungsimpfungen können durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, (mobilen) Teams der Impfstellen, durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte oder auch in den Impfzentren der Länder erfolgen. Die Organisation und Durchführung der Auffrischungsimpfung liegt dabei in der Zuständigkeit der Bundesländer. Wem eine Auffrischungsimpfung angeboten wird, lesen Sie hier.

    Stand: 22.10.2021

  • Wer kann eine Auffrischungsimpfung erhalten?

    Grundsätzlich können sich alle Bürgerinnen und Bürger, deren zweite Impfung sechs Monate oder länger zurückliegt, eine Auffrischungsimpfung geben lassen und haben Anspruch auf eine Übernahme der anfallenden Kosten. Für einige Personengruppen ist eine Booster-Impfung besonders sinnvoll (siehe unten). Personen, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden, sollten nach frühestens vier Wochen nach der Impfung eine Optimierung der Grundimmunisierung erhalten.

    Auffrischungsimpfungen werden mit mRNA-Impfstoffen (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna) durchgeführt. Personen, bei denen nach einer vollständigen Impfserie möglicherweise keine ausreichende oder eine schnell nachlassende Immunantwort vorliegt, können eine Auffrischungsimpfung beziehungsweise eine weitere Impfung im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge vornehmen lassen.

    Auffrischungsimpfungen laut Beschluss der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz (GMK) kommen bei folgenden Personen in Betracht:

    • Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und anderen vulnerablen Gruppen (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Personen mit einer Immunschwäche (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Personen mit einer schweren Immunschwäche oder Immunsuppression (i.d.R. ab 4 Wochen nach Grundimmunisierung)
    • Menschen ab 80 Jahren (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Menschen ab 60 Jahren nach individueller Abwägung und ärztlicher Beratung (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Personal, das regelmäßig in Kontakt mit infektiösen Menschen steht, zum Beispiel in medizinischen Einrichtungen oder Pflegeeinrichtungen (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Enge Haushaltskontaktpersonen von Personen mit einer schweren Immunschwäche (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Personen, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden (i.d.R. ab 4 Wochen nach Grundimmunisierung)
    • Personen, die ihre vollständige Impfserie mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca bekommen haben (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)
    • Personen, die nach einer Coronavirus-Infektion eine Impfdosis eines Vektor-Impfstoffs erhalten haben (i.d.R. ab 6 Monaten nach Grundimmunisierung)

    Bezüglich der Altersgruppen empfiehlt die STIKO Auffrischungsimpfungen für Personen ab 70 JahrenHier können Sie die Empfehlung der STIKO lesen.

    Alle genannten Auffrischungsimpfungen beziehungsweise zusätzlichen Impfungen werden mit einer einmaligen Impfstoffdosis mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe (Comirnaty® oder Spikevax®) durchgeführt, unabhängig davon, mit welchem Impfstoff die erste Impfserie durchgeführt wurde. Bei mRNA-Impfstoffen soll möglichst der bei der Grundimmunisierung verwendete Impfstoff zur Anwendung kommen.

    Stand: 05.11.2021

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit