Fragen rund um das Thema "Corona"

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
an dieser Stelle sammeln wir wichtige Fragen die das öffentliche Leben rund um das Thema des Corona-Virus betreffen. Das FAQ wird ständig erweitert. Gerne können Sie auch unsere Corona-Hotline kontaktieren: 03672 486-111 (Montag bis Freitag: 08.00 bis 16.00 Uhr).

Corona allgemein

  • Ich habe eine Frage zum Coronavirus. Was ist das? Woher kommt es? Was kann man dagegen tun?

    Hierzu empfehlen wir die Seite https://www.infektionsschutz.de. Dort finden Sie umfangreiche FAQ zum Thema.

  • Covid 19 Infos in different languages

    Covid 19 Info English
    Here you will find information about this new disease
    and how you can protect yourself and others.

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    Covid 19 Info Arabisch
    معلومات حول كوفيد19

    هنا تجد معلومات حول هذا المرض المستحدث وكيفية وقاية نفسك والآخرين منه

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    Covid 19 Info Armenisch
    ԿՈՎԻԴ-19

    Այստեղ տեղեկություններ կարող եք գտնել այս նոր հիվանդության մասին,
    և այն մասին, ինչպես կարող եք պաշտպանել ինքներդ Ձեզ և մյուսներին

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    Covid 19 Info Farsi
    Covid 19می توانید اطلاعات درباره بیماری جدید

    را و چگونه می توانید از خود و دیگران محافظت کنید به دست بیارین.

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    Covid 19 Info Russisch
    Информация о коронавирусе COVID-19

    Здесь Вы найдете информацию об этом новом заболевании и о том, как Вы можете защитить себя и других.

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    Covid 19 Info Somali
    Xog ku saabsan Covid 19

    Halkan waxaad ka heleysaa Xog ku saabsan xanuunka cusub iyo sida aad naftaada iyo tan dadka kale uga difaaci karto.

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    Covid 19 Info Tigrinya
    ኮቪድ 19

    ካብዚ ሕድሽ ሕማም ነብስኹምን ንኻሎኦትን ከመይ ጌርኩም ክትከላኸሉ ከም ትኽአሉ ንምፍላጥ ዝርዝር ሓበሬታ ኣብዚ ተመልከቱ

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Corona und die Stadt Rudolstadt

  • Was heißt Kontaktverbot? Was gibt es zu beachten?

    Zunächst: Es gilt die vorläufige Thüringer Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie (Corona EindämmungsVO) vom 24. März 2020.
    Nachzulesen » hier.


    Unser Hauptaugenmerk sollte im Moment darauf liegen, Kontakte soweit es irgend geht zu beschränken und Infektionswege zu unterbrechen. Reduzieren Sie das Risiko und übernehmen Sie Verantwortung, indem Sie zuhause bleiben, soweit Sie nicht Ihren beruflichen oder anderen Verpflichtungen nachkommen müssen. Halten Sie sich an die hygienischen Ratschläge, verschieben Sie Familienfeiern, schützen Sie ältere Menschen in Ihrem Umkreis.

    Die Maßnahmen zur Beschränkung sozialer Kontakte sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben:

    » Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum reduzieren

    » in der Öffentlichkeit, wo immer möglich, Mindestabstand von mindestens 1,5 Meter einhalten

    » Aufenthalt im öffentlichen Raum wie folgt gestattet:

    • nur alleine,
    • mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder
    • im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands

     

    » Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich

    Angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel:
    » Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen

  • Wie kann ich helfen? Wie werden Hilfsangebote koordiniert?

    Wer gesund ist, nicht zu den Risikogruppen gehört und selbst helfen will – etwa Einkäufe oder ähnliches für andere erledigen, kann sich in Rudolstadt über die Corona-Hotline 03672 486-111 registrieren. Aufgerufen sind auch alle Hilfesuchenden. Dazu zählen Bürger die Hilfe benötigen aber auch Betriebe, wie Lebensmittelmärkte, die Aushilfen benötigen.­­­


    Das Landratsamt bietet kurzfristige Lehrgänge zum Erwerb von Gesundheitsausweisen an, die insbesondere im Lebensmittelverkauf von Nöten sind. Informieren kann man sich dazu über das Infotelefon des Landratsamtes 03671 823-823.


    Die Thüringen-Kliniken Saalfeld suchen Freiwillige (möglichst mit medizinischen Grundkenntnissen und darüber hinaus). Anmeldung » hier.


    Als weiteres Serviceangebot bietet der CAP-Markt Rudolstadt, in einem Umkreis von drei Kilometern um den Standort Marktstraße 41, ab einem Warenwert von 25 Euro, die Lieferung der Einkäufe nach Hause. Auf den Warenwert kommt eine Lieferpauschale von 5 Euro pro Lieferung dazu.

    Unter der Telefonnummer 03672 / 4889870 sind von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr bzw. über die E-Mail-Adresse marktleitung@cap-rudolstadt.de die Mitarbeiter für Sie erreichbar. Mit einem Bestellvorlauf von 1-2 Tagen werden die Waren ab dem 20. März 2020 nach Vereinbarung montags, mittwochs und freitags ab Mittag bis vor die Haus- bzw. Wohnungstür geliefert.

    Die Zahlung der Waren erfolgt mittels Bargeld oder EC- und Kreditkarte mit PIN (Visa und Mastercard). Die Lieferung der Produkte erfolgt in haushaltsüblichen Mengen und unter Vorbehalt der aktuellen Verfügbarkeit. Bei E-Mail-Bestellung werden Angaben zu den gewünschten Produkten, Ihren Namen, Ihre Telefonnummer sowie Ihre Anschrift benötigt.­


    Damit Sie nach wie vor mit den Grundnahrungsmitteln Milch- und Milchprodukte versorgt sind, bietet Ihnen auch die HERZGUT Landmolkerei einen Lieferservice an.
    Wenn Sie Bewohner des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt sind, können Sie über unsere Bestellhotline HERZGUT-Molkereiprodukte ganz bequem per Telefon bestellen. Sie liefern diese Ihnen bis zur Haustür. Bezahlt wird per Rechnung, um den menschlichen Kontakt soweit es geht zu vermeiden.
    Laden Sie sich das Bestellformular herunter und suchen Sie sich Ihre gewünschten Produkte aus.
    Der Mindestbestellwert beträgt 10 Euro. Bestellt werden kann zwischen 8 und 16 Uhr. Bestellhotline: 03672/ 302 176


    Heimservice des Rolschter Brauhaus auch zur Corona-Krise

    Das Rolschter Brauhaus beliefert Haushalte in Rudolstadt (Stadtgebiet mit allen Stadtteilen) mit Getränken bis an die Wohnungstür. Dieses Angebot wird bereits seit Jahren intensiv genutzt. Insbesondere Senioren nutzen den Heimservice, der sich aber an jedermann richtet. Gerade in der aktuellen Situation kommt diesem Service eine besondere Bedeutung zu. Unnötige Einkaufsgänge können minimiert werden. Menschen in häuslicher Quarantäne können so versorgt werden.

    Angeboten werden Produkte der Thüringer Waldquelle (Mineralwässer, Limonaden) und Fahner Fruchtsäfte, gern auch Rolschter Bier, wie das in Rudolstadt gebraute Rolschter Vergnügen.

    Telefon für den Heimservice: 03672 42660
    E-Mail-Adresse: info@rolschter.de


    Online-Marktplatz für Einzelhändler der Region: www.mein-lokalmarkt.de

  • Wo kann ich in dieser dramatischen Situation Rat und Zuspruch suchen? Mit wem kann ich meine Sorgen und Nöte besprechen?

    Das Landratsamt hat in Verbindung mit der Notfallseelsorge des Landkreises, den Pfarrern im Kirchenkreis Rudolstadt-Saalfeld und der Diakonie ein „Sorgentelefon Corona-Krise Saalfeld-Rudolstadt“ eingerichtet.
    Das Telefon ist bis auf Weiteres von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03671 823-777 geschaltet.

    Menschen, die in der aktuellen Situation Hilfe, Rat und Zuspruch suchen, können ihre Sorgen und Nöte im Gespräch mit erfahrenen Notfallseelsorgern und Pfarrerinnen und Pfarrern besprechen. Ganz wichtig: Die Gespräche werden vertraulich behandelt und sollen den Menschen in der besonderen Situation Stütze und Halt geben.

    Auf dieser Nummer können keine Fachfragen zum Corona-Virus beantwortet werden. Es geht ausschließlich um eine Unterstützung in dieser schwierigen und belastenden Situation.

  • Ich komme aus einem Krisengebiet. Was muss ich tun?

    Der Landkreis weitet ab dem 27. März die geltenden Regeln für Reiserückkehrer auf das gesamte Ausland aus. Damit sind Reiserückkehrer für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland verpflichtet, sich ausschließlich in ihrer Wohnung bzw. auf ausschließlich von ihnen selbstgenutzten Bereichen ihres Wohngrundstückes aufzuhalten.

    Sie sind verpflichtet, sich unverzüglich nach ihrer Rückkehr telefonisch im Gesundheitsamt Saalfeld unter der Telefonnummer 03671- 823 823 zu melden und die Umstände des Aufenthalts im Risikogebiet oder im sonstigen Ausland (Datum, Ort, Kontakte) mitzuteilen.

    Die Reiserückkehrer sind verpflichtet, den direkten Kontakt mit anderen Personen zu vermeiden. Der Kontakt mit in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen sowie zur in Pflege und Versorgung tätigen Personen ist auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren.

    Weisen Rückkehrer aus dem Ausland Erkältungssymptome auf, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen, Abgeschlagenheit, Atemprobleme, sind sie verpflichtet, unverzüglich telefonisch den Hausarzt zu kontaktieren. Wenn während der angeordneten Quarantänezeit eine medizinische Behandlung erforderlich ist, sind die Rückkehrer verpflichtetet, den Rettungsdienst sowie die sie versorgende medizinische Einrichtung (z.B. Arztpraxis, Krankenhaus) bereits vorab telefonisch über die angeordnete Quarantäne und deren Grund zu informieren. Sie dürfen – auch zum Transport zur medizinischen Einrichtung - keine Mittel des öffentlichen Personenverkehrs benutzen.

    Für Schülerinnen und Schülern sowie Kindern bis zur Einschulung, die aufgrund des Berufs ihrer Eltern in Bereichen der kritischen Infrastruktur einen Anspruch auf Notbetreuung hätten, ist es in der Zeit der Quarantäne zudem untersagt, die Notbetreuung in Anspruch zu nehmen und in diesem Zeitraum eine Schule, eine Kindertageseinrichtung oder eine Kindertagespflegestelle zu betreten.

     

  • Ich glaube, ich habe mich mit Corona angesteckt. Was ist zu tun?

    Bei Symptomen rufen Sie die bundesweit einheitliche Nummer an: Telefon. 116 117.

    Weitere Informationen zum Ablauf entnehmen Sie den Seiten der Thüringen-Kliniken. Informationen finden Sie » hier.

  • Welche Einrichtungen haben geschlossen und wie lange?

    In der Stadt Rudolstadt haben das Rathaus, der Bürgerservice, die Tourist-Information sowie sämtliche nachgeordneten Einrichtungen geschlossen. Darunter zählen auch die Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Historische Bibliothek, Schillerhaus, Saalgärten. RUWO, EVR und das Saalemaxx bleiben ebenso bis vorerst 19. April 2020 geschlossen.

    » Darüber hinaus gilt die Allgemeinverfügung des Landratsamtes

    Für den Publikumsverkehr zu schließen sind die folgenden Einrichtungen und Angebote unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder Eigentumsverhältnissen:

    • Bars, Cafés, einschließlich Eiscafés, Kneipen, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos, Konzerthäuser und Museen; der Straßenverkauf von Eiscafés ist ausgenommen;
    • Fitness-Studios, Schwimm-, Freizeit- und Erlebnisbäder, Thermen, Saunen und Solarien;
    • Angebote von Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen einschließlich Bibliotheken;
    • Zusammenkünfte in Vereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen und -angeboten sowie Sportanlagen, Spielplätze und Bolzplätze, Zoologische Gärten und Tierparks; Spielhallen und Spielbanken;
    • Tanzlustbarkeiten;
    • Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen im Sinne der Gewerbeordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Februar 1999 (BGBl. I S. 202);
    • Vergnügungsstätten im Sinne der Baunutzungsverordnung vom 21. November 2017 (BGBl.I S. 3786)
    • Prostitutionsbetriebe;
    • Einrichtungen, Angebote und Maßnahmen für Familien nach§ 16 SGB VIII wie z. B. Familienzentren, Familienferienstätten, Familienbildungsangebote freier Träger, Verbände und Gruppenangebote in Geburtshäusern;
    • Mehrgenerationenhäuser;
    • Offene Senioreneinrichtungen der Seniorenarbeit wie z. B. Seniorenclubs, Seniorenbüros;
    • Jugendbildungs-, Jugenderholungs- und Jugendfreizeitstätten einschließlich Jugendclubs sowie Jugendherbergen i.S.v. § 11 SGB VIII;
    • Tagespflegeeinrichtungen nach SGB XI; ausgenommen sind Tagespflegeeinrichtungen, die konzeptionell eng mit einer stationären Einrichtung nach § 2 ThürWTG oder nicht selbständig organisierten ambulant betreuten Wohnformen nach § 3 Abs. 2 ThürWTG verbunden sind und somit ausschließlich deren Bewohner betreuen;
    • Beratungsstellen;
    • Frauenzentren

     

    Rehabilitationsangebote in Gruppen sind untersagt. Einzelfallbehandlungen in Physiotherapien und Ergotherapien sind von diesem Verbot ausgenommen.

    Der Betrieb von Gaststätten im Sinne des Thüringer Gaststättengesetzes wird untersagt. Ausgenommen hiervon ist ein Außerhaus-Verkauf unter Beachtung strenger hygienischer Maßstäbe. Kantinen und Cafeterien sind nur für Bedienstete zu öffnen. Gastronomischen Bereichen von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben steht es frei, ausschließlich den Übernachtungsgästen ein Nahrungsangebot zur Verfügung zu stellen.

    Eine telefonische und elektronische Erreichbarkeit der Einrichtungen kann aufrechterhalten werden.

    • Welche Angebote des Einzelhandels sind nicht geschlossen?

      Einrichtungen für den Einzelhandel einschließlich Fabrikläden und Hersteller-Direktverkaufsstellen sind für den Publikumsverkehr zu schließen.

      Hiervon ausgenommen sind:

      • Lebensmittelhandel (einschließlich Bäckereien und Fleischereien), Getränke-, Wochen-, Supermärkte und Hofläden;
      • Banken und Sparkassen;
      • Apotheken;
      • Drogerien;
      • Sanitätshäuser;
      • Optiker;
      • Hörgeräteakustiker;
      • Filialen der Deutschen Post AG und Paketstellen von Logistikunternehmen;
      • Abhol-und Lieferdienste;
      • Wäschereien und Reinigungen;
      • Tankstellen und Kfz-Teileverkaufsstellen;
      • Zeitungs-und Tabakwarengeschäfte;
      • Tierbedarf, Bau-und Gartenmärkte;
      • Fernabsatzhandel;
      • der Großhandel.


      Von einer Schließung ausgenommen sind ebenfalls Handwerks-, Dienstleistungs- und Beherbergungsbetriebe, insbesondere Betriebe von Kfz-Reparaturen.

      Zu schließen sind jedoch:

      • Übernachtungsangebote im Beherbergungsgewerbe für touristische Zwecke;
      • Friseure und Barbiergeschäfte;
      • Tattoo-, Piercing und Kosmetikstudios;
      • Massage-und Wellnessstudios und ähnliche Angebote.


      Ferner sind von einer Schließung Einrichtungen des Gesundheitswesens (z. B. Physiotherapie; medizinische Fußpflege) ausgenommen, sofern keine anderweitigen Bestimmungen erfolgt sind. In ambulanten Einrichtungen des Gesundheitswesens werden die Behandlungen auf ärztlich bzw. zahnärztlich verordnete oder medizinisch dringend erforderliche Behandlungen beschränkt.

      Eine Öffnung der genannten Einrichtungen hat unter Beachtung der Hinweise des Robert-Koch-Instituts zu Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmenzu erfolgen.

      » Darüber hinaus gilt die Allgemeinverfügung des Landratsamtes

    • Findet der Wochenmarkt statt?

      Die Stadt Rudolstadt hat sich entschlossen, den Wochenmarkt auf den Grün- und Frischemarkt zu beschränken und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Lebensmitteln und Frischeprodukten zu gewährleisten. Gleichzeitig sollen durch die Einschränkungen auf das Notwendigste große Ansammlungen von Personen vermieden werden.
      Der Grün- und Frischemarkt findet immer mittwochs von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr und samstags von 7.00 Uhr bis 12.00 Uhr statt.

    • Wo erhalte ich Müllmarken für meine Hausmülltonne?

      Müllmarken gibt es in allen bisherigen Verkaufsstellen, die nicht aufgrund der Allgemeinverfügung des Landratsamtes geschlossen werden mussten.

      Zudem besteht die Möglichkeit, Müllmarken käuflich über den Online-Shop des ZASO unter https://www.zaso-online.de/muellmarken zu erwerben. Sollten Fragen zur Bestellung auftreten oder Hilfe benötigt werden, helfen die Mitarbeiter/-innen der ZASO gern zu den Geschäftszeiten telefonisch unter 03647 44170.

    • Wer kontrolliert die Umsetzung der Allgemeinverfügungen zur Einschränkung von sozialen Kontakten?

      Für die Kontrolle sind die Ordnungsbehörden, die Polizei sowie je nach Zuständigkeit auch spezielle Behörden und Ämter, wie beispielsweise das Gesundheitsamt oder die Gewerbeaufsicht, zuständig.

    • Wer darf an Hochzeiten teilnehmen?

      Bei Hochzeiten dürfen neben den Eheschließenden und dem Standesbeamten lediglich die Trauzeugen und die Eltern und Kinder der Eheschließenden teilnehmen.

      Das Standesamt ist über die Anforderungen informiert und steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

    • Wie viele Personen dürfen an einer Trauerfeier teilnehmen?

      Ab sofort dürfen in der Stadt Rudolstadt Trauerfeiern nur noch unter freiem Himmel stattfinden. Alle Trauerhallen bleiben geschlossen. An einer Bestattung teilnehmen können nur Verwandte ersten und zweiten Grades der oder des Verstorbenen, Trauerredner und Geistliche sowie erforderliches Personal des Bestattungsunternehmens sowie der Friedhofverwaltung. Bereits bestehende Festlegungen über die Führung von Teilnehmerlisten haben weiterhin Bestand.

      Die Bestattungsunternehmen sind über die Anforderungen informiert und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

    • Was ändert sich für die Gremiensitzungen (Stadtrat und Ausschüsse)?

      Alle Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtrates Rudolstadt finden vorerst bis 19. April 2020 nicht statt. Grund hierfür ist die Allgemeinverfügung des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt zum Verbot und zur Beschränkung von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen, des öffentlichen Lebens und besonders der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 vom 18.03.2020. Darin geht aus einem Hinweis hervor, dass das mit Ziffer 1 der Allgemeinverfügung vom 13.3.2020 angeordnete Verbot auch für die Sitzungen kommunaler Gremien gilt.

      Betroffen sind die Hauptausschusssitzung am 19. März 2020 und der Stadtrat am 02. April 2020.

      Laut Thüringer Verordnung vom 26.03.2020 (ThürSARS-CoV-2-EindmaßnV0) gilt zudem: Sitzungen der Gemeinden und Landkreise sowie deren Verbände sind von dem Verbot [..] ausgenommen, wenn die Erledigung einer Angelegenheit nicht ohne Nachteil für die Gemeinde, den Landkreis oder deren Verband aufgeschoben werden kann.

    • Wie kann ich Karten zurückerstatten lassen für abgesagte Veranstaltungen?

      Karten, die in der Tourist-Information Rudolstadt erworben wurden, können nach der Absage einer Veranstaltung durch den Veranstalter storniert werden. Momentan ist die Tourist-Information bis vorerst 19. April 2020 geschlossen. Karten können aber nach der Schließzeit zurückerstattet werden.

    • Wie lange bleibt das Theater Rudolstadt geschlossen?

      Das Theater Rudolstadt stellt den Vorstellungsbetrieb aufgrund der Coronavirus-Pandemie ab sofort ein. Die Maßnahme betrifft alle Spielstätten und gilt vorerst bis zum 19. April 2020. "Wir entschließen uns zu diesem Schritt in Sorge um die Gesundheit unserer Zuschauerinnen und Zuschauer, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", begründet Theaterintendant Steffen Mensching die Entscheidung. Bereits erworbene Eintrittskarten für die Aufführungen bis einschließlich 19. April 2020 werden erstattet oder können umgetauscht werden. "Wenn Sie auf die Erstattung verzichten, helfen Sie uns, die finanziellen Ausfälle für unser Theater etwas zu minimieren. Gern stellen wir Ihnen hierfür eine Spendenquittung aus.", so Mensching weiter.

      Über aktuelle Entwicklungen informiert das Theater auch auf der Webseite unter www.theater-rudolstadt.de.

    • Findet der Schiller-Staffel-Lauf statt?

      Wegen der andauernden Corona-Pandemie müssen die Veranstalter, der Laufclub Rudolstadt und die Stadt Rudolstadt, den diesjährigen Schiller-Staffel-Lauf leider absagen. Bereits gezahlte Teilnahmekosten werden zurückgezahlt. „Schweren Herzens mussten wir diese Entscheidung treffen. Aber die Gesundheit aller sollte jetzt im Vordergrund stehen.“, so Anja Volkmar, Sachgebietsleiterin für Sport in der Stadt Rudolstadt. Die Läufer werden per E-Mail über die Modalitäten informiert. Ursprünglich geplant war der Schiller-Staffel-Lauf an Schillers Todestag, am 9. Mai 2020. Doch für den Lauf ist das nicht das Ende. Ob und wann der Lauf nachgeholt wird, kann momentan noch nicht entschieden werden. Spätestens 2021 soll der Staffelstab aber wieder übergeben werden.

    • Findet das Altstadtfest statt?

      "Heute muss ich Ihnen mitteilen, dass ich auf Grund der aktuellen Situation schweren Herzens auch die Entscheidung treffen musste, unser vom 15. bis 17. Mai geplantes Rudolstädter Altstadtfest abzusagen. Ich danke dem Organisationsteam für die Zusammenstellung eines facettenreichen Programmes und für die bereits getroffenen umfangreichen Vorbereitungen. Ebenso danke ich den zahlreichen Förderern und Sponsoren, die es ermöglicht hätten, Ihnen das beliebte Fest bei freiem Eintritt anzubieten. Lassen Sie uns schon heute auf das Altstadtfest im nächsten Jahr freuen, das wir hoffentlich wieder bei guter Laune generationsübergreifend miteinander genießen und feiern können – dann vom 28. bis 30. Mai 2021." Bürgermeister Jörg Reichl in seinem Appell vom 21.03.2020.

    • Findet das Rudolstadt-Festival statt?

      Die Organisatoren des Rudolstadt-Festivals hoffen, dass das 30. Festival wie geplant vom 2. bis 5. Juli stattfinden kann. Darum arbeiten sie gerade daran, organisatorisch flexibel zu bleiben und sich auf unterschiedliche Situationen einzustellen. Aber da sich die Gegebenheiten täglich ändern können, ist es auch für die Stadt Rudolstadt nicht vorhersehbar, in welche Richtung sich das Thema entwickeln wird. Selbstverständlich werden die Entwicklungen genau beobachtet, derzeit ist es jedoch noch zu früh für eine Absage des Festivals.

      Weil nicht klar ist, wie lange die aktuelle Lage anhält, hat die Stadt den Vorverkauf erst einmal ausgesetzt.

      Sobald der Ticket-Verkauf wieder starten sollte, können Festivalkarten wie gewohnt über den Online-Shop des Festivals und an den lokalen Vorverkaufs-Stellen gekauft werden. Dabei wird auf die angekündigte Preisstaffelung verzichtet. Die Ticketpreise bleiben bis zum Ausverkauf der Karten gleich.

      Sollte das Festival ausfallen müssen, erstattet die Stadt Rudolstadt das Geld für bereits gekaufte Tickets. Der Veranstalter weist darauf hin, Lastschriften nicht eigenständig zurückziehen zu lassen, um ein Transferchaos und damit einhergehende zusätzliche Kosten zu vermeiden.

    • Wo gibt es Hilfe bei und Schutz vor häuslicher Gewalt?

      Die spezifische telefonische Hilfe und Fachberatung dazu ist

      • in unserem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt über den Frauennotruf 0172 37 111 37 sowie
      • über das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 (in 17 Sprachen)

      rund um die Uhr gewährleistet.

      Mehr Infos auch im Flyer des Netzwerkes Gegen häusliche Gewalt.

    • Sind Beratungsangebote im Landkreis telefonisch abgesichert?

      Das Landratsamt hat eine Liste der telefonischen und digitalen Erreichbarkeit zusammengestellt.

      Die aktualisierte Tabelle können Sie » hier herunterladen.

       

      Erreichbarkeit des Jugendamtes:
      - Hotline 0160 7436715 (Montag-Freitag von 08 - 16 Uhr)
      - Über Leitstelle 03671 9900 (Montag-Sonntag von 16 - 08 Uhr)

      Ansprechpartner, die in Notsituationen beraten/unterstützen:
      - Infotelefon zum Corona-Virus: 03671 823 823
      - Erziehungs- und Familienberatungsstelle Saalfeld: 03671 45589 120
      - Erziehungs-, Ehe-, Familienberatungsstelle Rudolstadt: 03672 411528
      - Sorgentelefon Saalfeld-Rudolstadt: 03671 823 777
      - Hilfe bei häuslicher Gewalt/Frauennotruf: 01723711137 / 08000116016 (bundesweit)
      - Telefonseelsorge: 0800 1110111

    • Darf ich weiter Blut spenden?

      Blutspenden sind für gesunde Menschen weiter möglich. Ausgenommen sind Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in einem durch das Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiets aufgehalten haben oder Begegnungen mit infizierten Personen hatten.

    Kinder & Arbeitnehmer

    • Wer gehört zu den Personengruppen für die Notbetreuung an Schulen und Kindergärten?

      Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) hat eine Präzisierung des Kreises der Eltern, für deren Kinder eine Notbetreuung in Betracht kommt, vorgenommen (Stand: 25.03.2020). Diese wird als Handreichung an die Schulen und die Träger der Kindergärten versandt.

      Unterschieden wird dabei in folgende Gruppen:

      Gruppe A+: generelle Berechtigung zur Notbetreuung mit "Ein-Elternteil-Regelung"

      1. Erfasste Eltern der Gruppe A+

      Die Notbetreuung steht offen, wenn ein Elternteil unmittelbar mit der Versorgung, Betreuung oder Behandlung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut ist.

      Bei diesen Personen wird nicht geprüft, ob auch der zweite Elternteil zu einer berechtigten Berufsgruppe gehört. (Für alle übrigen Berufsgruppen bleibt es bei der 2-Eltern-Regelung.) Bei Personen der Gruppe A+ ist auch nicht erforderlich, dass der konkret betroffene Elternteil unabkömmlich ist zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes.

      2. Verfahrensweise bei Eltern der Gruppe A+

      Elternteile der Gruppe A+, die in Abweichung von der 2-Eltern-Regel eine Notbetreuung in Anspruch nehmen wollen, benötigen eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers, dass sie unmittelbar mit der Versorgung, Betreuung oder Behandlung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut sind.

      Gruppe A: generelle Berechtigung zur Notbetreuung

      1. Erfasste Eltern der Gruppe A

      Eine großzügige Notbetreuung findet statt für Personal im Gesundheits- und Pflegebereich oder mit Verantwortung für die öffentliche Sicherheit.

      Zum Gesundheits- und Pflegebereich zählen

      • das Gesundheitswesen (Arztpraxen, Krankenhäuser, Testlabore, Krankentransporte, Apotheken, gesundheitsämter und ähnliche);
      • der Pflegebereich (Alten- oder Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Betreuung von Menschen mit Behinderungen und ähnliche);
      • die stationäre Kinder- und Jugendhilfe;
      • die Herstellung und Verteilung medizinischer oder pflegerischer Produkte.

       

      Zu den Bereichen mit Verantwortung für die öffentliche Sicherheit gehören

      • Behörden, die für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig sind (Polizei, Feuerwehr, freiwillige Feuerwehr während der Bereitschaftszeiten
      • der Katastrophenschutz (Technisches Hilfswerk und ähnliche),
      • Justizvollzugsanstalten.

       

      Gruppe B: Zulassung im Einzelfall

      1. Erfasste Eltern der Gruppe B

      Die Notbetreuung im Einzelfall wird gewährleistet für das betriebsnotwendige Personal in Betrieben der kritischen Infrastruktur.

      a. kritische Infrastruktur
      Erste Voraussetzung für Gruppe B ist, dass beide Eltern in einem Betrieb der kritischen Infrastruktur arbeiten. Dazu gehören:

      • Wasserversorgung,
      • Energieversorgung (Strom, Gas),
      • Entsorgungswirtschaft,
      • Kommunikation (einschließlich Post, digitale Infrastruktur),
      • Journalisten in der tagespolitischen Berichterstattung
      • Personenverkehr (Schiene und Straße, Autobahnen, Flugverkehr),
      • Grundversorgung mit Lebensmitteln (Produktion einschließlich Land- und Viehwirtschaft, Verkauf und Logistik),
      • Betriebe mit größeren Tierbeständen,
      • Reinigungspersonal,
      • Gerichte und Staatsanwaltschaften.
      • das für Kinderschutz zuständige Personal in den Jugendämtern,
      • kassenärztliche Vereinigung und der Landesärztekammer.

       

      b. Betreibsnotwendiges Personal
      Bei Gruppe B gehen wir grundsätzlich davon aus, dass die genannten Betreibe ihre Aufgaben auch mit reduziertem Personalbestand erfüllen können. Eine Notbetreuung wird daher nur gewährleistet für die Kinder von Mitarbeiter*innen, die für die Aufrechterhaltung des Betreibes unersetzbar sind. Diese BEtreibsnotwendigkeit kann sich etwa aus Notfallplänen ergeben oder daraus, dass einzelne Personen über Spezialkenntnisse verfügen oder besondere Aufgaben wahrnehmen müssen. Zum betreibsnotwendigen Perosnal gehören alle Mitgleider von Krisenstäben.

      2. Verfahrensweise bei Eltern der Gruppe B

      Für die Gruppe B werden für Arbeitgeber- bzw. Auftragsgeberbescheinigungen erbeten. Die Bescheinigung soll den konkreten Betrieb benennen und bestätigen, dass die konkrete Person zur Aufrechterhaltung des Betriebes unabkömmlich ist (mit stichwortartiger Begründung). Erfüllt nur ein Elternteil diese Voraussetzungen, kann das Kind nicht an der Notbetreuung teilnehmen.

      Gruppe C: gefährdete Kinder

      Eine Notbetreuung wird gewährleistet für Kinder, die aus Gründen des Kinderschutzes eine Schule, Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege besuchen sollten. Auch hier gilt die Altersgrenze bis zur 6. Jahrgangsstufe (mit Abweichungsmöglichkeit bei behinderungsbedingtem Betreuungsbedarf). Es kommt in dieser Gruppe nicht darauf an, ob die Eltern die Betreuung selbst übernehmen oder anderweitig sicherstellen könnten.

      Für diese Kinder stellen die zuständigen Jugendämter auf Antrag der Eltern oder aus eigener Initiative Bescheinigungen aus, die keine nähere Begründung enthalten. Sie übermitteln diese Bescheinigung an die Eltern oder direkt an die betreuende Einrichtung.

    • Muss ich die Betreuungskosten zahlen, obwohl Kindergärten und Schulen geschlossen sind?

      Thüringens Bildungsminister Helmut Holter hat eine Erstattung von Kosten für die Betreuung, die wegen der Schließungen nicht in Anspruch genommen werden kann, in Aussicht gestellt.

      Die Stadt Rudolstadt hat sich gemeinsam mit den Trägern dafür entschieden, die Kindergartenbeiträge und Hortgebühren zunächst für April auszusetzen. Nach der Ankündigung durch den Freistaat Thüringen, die fehlenden Einnahmen der Kommune zu ersetzen, ist die Stadt in der Lage die Eltern an dieser Stelle zu entlasten, ohne dass die Stadt und die Träger der Einrichtungen in Schieflage geraten.

      Zudem hat sich die Stadt Rudolstadt entschieden, den Trägern für April eine weitere monatliche Pauschale der Betriebskosten vorab zu überweisen. So soll sichergestellt werden, dass der Ausfall der Beiträge beim Träger nicht zu finanziellen Engpässen führt.

      Die Lastschrift-Mandate zum Einzug der Gebühren und Beiträge der Eltern wurden für April ausgesetzt. Lediglich für Kinder, die sich in Notbetreuung befinden, werden weiterhin Zahlungen erhoben. Die Stadt bittet Eltern, die die Überweisung selbst veranlassen, eigenständig die Zahlung für April auszusetzen.

      Sollte es trotzdem zu Lastschrifteinzügen gekommen sein, wird darum gebeten, dies im Falle von Kindergartenbeiträgen direkt mit den Trägern zu regeln beziehungsweise bei Hortgebühren sich mit der Stadtverwaltung in Verbindung zu setzen.

    • Wo können sich Bildungseinrichtungen, die Kinder betreuen, über den Umgang mit möglichen Infektionen informieren?

      Dazu besuchen Sie bitte die Seite des Thüringer Bildungsministeriums » hier.

    • Darf ich mit meinem Kind auf den Spielplatz?

      Nein. Alle Spielplätze sind bis 19. April 2020 geschlossen und dürfen nicht aufgesucht werden.

    • Mein Arbeitgeber hat mir Kurzarbeit angeordnet. Was ist das?

      Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie » hier.

    • Welche arbeitsrechtlichen Auswirkungen habe ich durch Corona?

      Eine gute Übersicht über alle Rechte und Pflichten finden Sie » hier.

    Hinweise für Betriebe

    • Gibt es für mich als Unternehmer Soforthilfe?

      Die Thüringer Landesregierung hat am 20.03.2020 den Weg freigemacht für ein „Corona-Soforthilfeprogramm für die Wirtschaft Thüringens".
      Die Bedingungen finden Sie » hier.
      Hinweise zum Soforthilfeprogramm gibt es » hier.
      » aufbaubank.de/Foerderprogramme/Soforthilfe-Corona-2020

    • Welche Maßnahmen wurden für Beschäftigte und Unternehmen bereits getroffen?

      Das Bundesministerium hat folgendes "Schutzschild" für Beschäftigte und Unternehmen erlassen » hier.
      Besuchen Sie auch die Seite der » Bundesregierung.

    • Welche Betriebe müssen schließen?

      Es gelten die Allgemeinverfügungen des Landratsamtes. Die aktuell gültigen Versionen finden Sie » hier.

    • Welche Vorsorgemaßnahmen sollte ich in meinem Unternehmen treffen?

      Auch in kleineren Betrieben sollte jetzt kurzfristig eine Planung unter dem Motto „Was mache ich wenn“ erfolgen. Hilfreiche Fragen finden bei den unten stehenden verlinkten Broschüren.

    • Mein Friseursalon musste schließen. Darf ich weiter bei Kunden zuhause frisieren?

      Nein. Dienstleistungsgewerbe und Handwerksbetriebe, die durch die Allgemeinverfügung des Landkreises von der Schließung ihrer Geschäfte betroffen sind, müssen die Arbeit für sämtliche Kundenkontakte niederlegen. Eine Auslegung auf Lieferservice, wir er etwa Restaurants weiter gestattet ist, ist nicht zulässig und ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung und damit eine Straftat. Die aktuelle Algemeinverfügung finden Sie » hier.

    • Was mache ich, wenn es einen Verdachtsfall in der Mitarbeiterschaft gibt?

      Zu einem Coronavirus-Test rät das Robert Koch-Instituts (RKI), wenn folgende Kriterien zutreffen:

      • Die Patientin oder der Patient fühlt sich krank oder hat im Bereich der Luftwege Beschwerden.
        UND
      • Die Patientin oder der Patient hatte innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einer Person, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert ist, ODER die Patientin oder der Patient hat sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem vom RKI definierten Risikogebiet aufgehalten.

      Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, wird Patientinnen und Patienten geraten, Ruhe zu bewahren. Erst wenn die Kriterien erfüllt sind, wird ein Test in Erwägung gezogen.

      Aktuelle Verhaltensregeln erhalten Sie auf der Webseite des Robert Koch-Instituts und unter https://www.infektionsschutz.de/.

    • Welche Maßnahmen gilt es im Verdachtsfall zu treffen?

      Treffen die Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) zu, gibt es für Betroffene zwei Möglichkeiten, wie sie weiter vorgehen können: Sie sollten bevorzugt die rund um die Uhr erreichbare Rufnummer 116 117 (ohne Vorwahl) des Patientenservices wählen oder sich alternativ telefonisch mit ihrer Hausarztpraxis in Verbindung setzen.

    • Was mache ich, wenn sich ein Verdachtsfall oder bestätigter Fall in den Räumlichkeiten des Betriebes aufgehalten hat?

      Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung auf.

      Telefon: 03671 / 823 823

    • Dürfen Arbeitnehmer zu Hause bleiben, obwohl sie nicht selbst erkrankt sind?

      Grundsätzlich gehört ein erhöhtes Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin zum allgemeinen Lebensrisiko eines Arbeitnehmers, dies gilt auch bei drohenden Pandemien. Allein deswegen darf er nicht zu Hause bleiben. Arbeitsrechtlich ist ein solches unentschuldigtes Fehlen ein Fall von Arbeitsverweigerung, der eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung zur Folge haben kann.

    • Was gilt, wenn Arbeitnehmer Kontakt zu einem Erkrankten hatten?

      Aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers kann eine arbeitsvertragliche Hinweispflicht seitens des Arbeitnehmers erwachsen, soweit dieser in räumlicher Nähe zu einer mit dem Corona-Virus infizierten Person stand oder jemand im unmittelbaren Umfeld des Arbeitnehmers Symptome des Corona-Virus hat. Die arbeitsvertragliche Hinweispflicht besteht, sofern der Arbeitnehmer die Voraussetzungen einer Kontaktperson (s. o. 2.) erfüllt. In diesem Zusammenhang ist der Arbeitgeber auch berechtigt, aus einem Auslandsaufenthalt zurückkehrende Arbeitnehmer daraufhin zu befragen, ob sie sich in einer gefährdeten Region oder an Orten mit einem deutlich erhöhten Ansteckungsrisiko aufgehalten haben. Der Anspruch ist dabei regelmäßig auf eine Negativauskunft seitens des Arbeitnehmers beschränkt, d. h. der Arbeitnehmer ist regelmäßig nicht verpflichtet, Auskunft über den genauen Aufenthaltsort zu geben, dies ist Privatsache. Hintergrund dieser Hinweispflicht ist, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, andere Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen.

    • Was gilt, wenn Arbeitnehmer tatsächlich erkrankt sind?

      Grundsätzlich gibt es keine Pflicht des Arbeitnehmers, den Arbeitgeber über die Art einer Erkrankung zu informieren. Eine Ausnahme besteht auf Grund der allgemeinen arbeitsrechtlichen Treuepflicht bei ansteckenden Erkrankungen, die Maßnahmen zum Schutz der anderen Mitarbeiter erforderlich machen. Über eine Erkrankung mit dem Corona-Virus sollte der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber informieren, da ansonsten eventuell andere Mitarbeiter gefährdet werden.
      Sofern Arbeitsunfähigkeit wegen Ausbruchs der Krankheit vorliegt, gilt der normale Entgeltfortzahlungsanspruch nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz. Dies gilt insbesondere bei nachgewiesener Ansteckungsgefahr für andere Arbeitnehmer und zwar auch dann, wenn der Arbeitnehmer wegen eines leichten Verlaufs der Krankheit eigentlich arbeitsfähig wäre. Der Zahlungsanspruch wird auf § 3 EFZG bzw. auf § 616 BGB gestützt. Die Differenzierung zwischen den beiden Normen erfolgt danach, ob eine Erkrankung des Arbeitnehmers vorliegt, auch wenn sie für sich genommen nicht zur Arbeitsunfähigkeit führt, oder aber nur eine Ansteckungsgefahr für Dritte ohne Krankheitsanzeichen besteht.
      Der Arbeitgeber ist sogar berechtigt, infizierte Arbeitnehmer von der Arbeit frei zu stellen.

    • Darf der Arbeitnehmer Dienstreisen verweigern?

      Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer Dienstreisen auch ins Ausland machen, sofern dies zu ihrem Aufgabengebiet gehört. Allerdings kann es bei einer offiziellen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes zu erheblichen Gefahren für Leben oder Gesundheit kommen. Die Grenze der Unzumutbarkeit nach § 275 Abs. 3 BGB wird in diesen Fällen regelmäßig überschritten, d. h. der Arbeitnehmer kann die Dienstreise verweigern. Im Einzelfall kommt es auf eine Abwägung der Interessen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber an. Bei bloßen Sicherheitshinweisen wird in der Regel Unzumutbarkeit aber nicht gegeben sein, es sei denn, es kommen besondere Umstände wie z. B. eine schlechte körperliche Verfassung des Arbeitnehmers hinzu.

      Beachten Sie die aktuellen Reisebeschränkungen in Krisengebiete. Das Robert-Koch-Institut aktualisiert die Liste der Länder täglich. 

    • Müssen andere Arbeitnehmer über die Erkrankung eines Kollegen/ einer Kollegin informiert werden?

      Der Arbeitgeber sollte die übrigen Mitarbeiter über das bestehende Infektions- und Erkrankungsrisiko aufklären und über Vorsorgemaßnahmen und angezeigtes Verhalten informieren, sofern er selbst Informationen über die Erkrankung hat. Andernfalls kann er sich auf Grund der allgemeinen Rücksichtnahmepflicht (§ 241 Abs. 2 BGB) und der besonderen Fürsorgepflicht (§ 618 BGB) schadenersatzpflichtig machen, wenn andere Mitarbeiter erkranken.

    • Wer zahlt den Lohn, wenn Personen in Quarantäne müssen?

      Wer auf Grund einer amtlich angeordneten Quarantäne Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält nach dem Infektionsschutzgesetz eine Entschädigung in Geld. Nicht amtlich angeordnete, also „normale Krankmeldungen“ durch Arbeitnehmer sind allerdings im Rahmen der Lohnfortzahlung abzudecken.

      In diesen Fällen wenden Sie sich bitte an die zuständige Behörde, diese ist nach § 56 IfSG das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (§ 4 Nr.11 der Landesverordnung zur Durchführung des Infektionsschutzgesetzes).

      Auf folgenden Links sind Infos und Formulare zu diesem Thema vorhanden:

      https://lsjv.rlp.de/de/buergerportaleservice/downloads/gesundheit/#c24547  ,

      https://lsjv.rlp.de/fileadmin/lsjv/Dateien/Aufgaben/Gesundheit/Oeffentliches_Gesundheitswesen/Infektionsschutzgesetz/Antrag_56_30_ifsg.pdf

    • Was passiert, wenn aufgrund von Coronabedingten Ausfällen Liquiditätsengpässe bzw. wirtschaftliche Schwierigkeiten auftreten?

      Informieren Sie sich bei der Thüringer Aufbaubank. Sie bietet zahlreiche Angebote an.

    • Gibt es die Möglichkeit, Steuerzahlungen zu stunden?

      Einkommens- und Gewerbesteuervorauszahlungen können auf Antrag beim zuständigen Finanzamt bzw. der Gemeinde herabgesetzt werden (Achtung: in Folgejahren können dadurch Nachzahlungen entstehen; es findet lediglich eine Zeitverschiebung der Steuerzahlungen statt, keine Steuerreduktion).
      Die für eine Steuerstundung bereits veranlagter Steuern erforderliche erhebliche Härte der Steuerzahlung kann sich aus Coronabedingten Ausfällen ergeben. Eine Stundung wird grundsätzlich nicht rückwirkend gewährt. Sollte die Stundung nicht gewährt werden, kommt hilfsweise ein Antrag auf Ratenzahlung in Betracht.

    • Gibt es die Möglichkeit Sozialversicherungsbeiträge zu stunden?

      Unter Umständen können Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird.
      Eine Stundung darf allerdings nicht gewährt werden, wenn eine Gefährdung des Anspruches eintreten würde. Das ist der Fall, wenn die Zahlungsschwierigkeiten nicht nur vorübergehend sind oder eine Überschuldung in absehbarer Zeit offensichtlich nicht abgebaut werden kann. Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag des Unternehmens voraus, wobei das Vorliegen der oben genannten Voraussetzungen zu belegen ist. Über den Stundungsantrag entscheidet die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle nach pflichtgemäßem Ermessen.

    • Was ist Kurzarbeit? Und wieviel verdienen Arbeitnehmer in Kurzarbeit?

      Wenn Unternehmen ihre Arbeitnehmer nicht mehr voll beschäftigen können, können sie Kurzarbeit beantragen. Dadurch können bei schwieriger Auftragslage und nach entsprechender Abstimmung mit dem Betriebsrat, Kündigungen vermeiden werden. Wenn kein Betriebsrat vorhanden ist, müssen alle Beschäftigen, die in Kurzarbeit gehen sollen, ihre Zustimmung geben. Die Beschäftigten arbeiten dann vorübergehend weniger oder überhaupt nicht. Der Verdienstausfall der Mitarbeiter wird durch das Kurzarbeitergeld teilweise ausgeglichen.
      Den Lohn muss der Arbeitgeber berechnen. Pauschal lässt sich sagen, dass Arbeitnehmer mit Kind etwa 67 Prozent ihres Nettolohns als Kurzarbeitergeld erhalten, Arbeitnehmer ohne Kind 60 Prozent.
      Weitere Infos unter https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-arbeitgeber-unternehmen.

    • Welche Coronabedingten Änderungen hat die Groko jetzt beim Kurzarbeitergeld beschlossen?

      Für Arbeitnehmer ändert sich eigentlich nichts. Arbeitgeber sollen das Kurzarbeitergeld aber leichter beantragen können, weil für sie einige Hürden wegfallen, beziehungsweise kleiner werden.

      • Bisher müssen Arbeitgeber 80 Prozent der ausgefallenen Sozialbeiträge selbst zahlen, nicht nur vom eigenen Anteil, sondern auch vom Anteil des Arbeitnehmers. Nun sollen diese Sozialbeiträge zu 100 Prozent erstattet werden.
      • Betriebe sollen zudem Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind – statt wie bisher ein Drittel.
      • Normalerweise wird die Auszahlung von Kurzarbeitergeld auf 12 Monate beschränkt, es soll nun leichter auf 24 Monate verlängert werden können.
    • Wann und wie kann ein Betrieb bzw. ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld beantragen?

      Kurzarbeitergeld wird bei Erfüllung der in §§ 95 bis 109 SGB III genannten Voraussetzungen gewährt, wenn in Betrieben oder Betriebsabteilungen die regelmäßige betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit infolge wirtschaftlicher Ursachen oder eines unabwendbaren Ereignisses vorübergehend verkürzt wird.
      Die Gewährung von Kurzarbeitergeld ist nur in Betrieben zulässig, in denen mindestens ein Arbeitnehmer/eine Arbeitnehmerin (Arbeiter/-in oder Angestellte/r, auch Auszubildende/r) beschäftigt ist.
      Weitere Informationen und Antragsformulare finden Sie unter

      https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-arbeitgeber-unternehmen.