Die Olsenbande greift nach den Sternen (Komödie unter Verwendung der Filme von Erik Balling und Hendrik Bahs; Fassung von Steffen Mensching und Michael Kliefert)

22. Juni 2024
15.00 - 17.00 Uhr

Residenzschloss Heidecksburg - Schlosshof
, 07407 Rudolstadt

Das erwartet Sie

Der Däne Egon Olsen ist wahrscheinlich der beliebteste Kleinkriminelle Ostdeutschlands. Ein Millionenpublikum zwischen Suhl und Stralsund hat jahrzehntelang seine kühnen Pläne bewundert, hat Benny und Kjeld zugeprostet, wenn sie ein Tuborg-Bier öffneten, lauthals über Yvonnes endlose Plappereien gelacht und gestaunt, wenn der stumme Gehilfe von Schrotthändler Mads Madsen glänzende Westwagen zertrümmerte. Die Olsenbande schaffte etwas, das dem staatlichen Parteijargon nie gelang, sie wurde Teil der Alltagskultur und Umgangssprache. Wenn etwas in der DDR funktionierte oder die Leute faszinierte, ging mit „mächtig gewaltig“ der Daumen hoch.
Obwohl die meisten der vierzehn Olsenbande-Filme in Kopenhagen spielen, so reiste das Gaunertrio doch auch nach Jütland, Brüssel, Mallorca, Paris oder Portugal. Jetzt – mehr als fünfzig Jahre nach ihrem ersten Coup – erobern sie die Heidecksburg, aber nicht, um die schöne Aussicht ins Saaletal oder den Sternenhimmel zu bewundern.
Dass Egon, Benny und Kjeld immer wieder etwas aushecken, wissen auch die Kommissare Jensen und Holm, die ihnen, wie in jedem Film, auf den Fersen sind und, wie in jedem Film, nichts auf die Reihe kriegen. Ob Egon am Ende in gewohnter Manier zurück in den Knast wandern muss oder sich ihm eine andere Chance bietet, bleibt vorerst ein gut verstecktes Geheimnis, sicher verwahrt in einem Tresor der Firma Franz Jäger, Berlin. Jedenfalls kommt Egon beim Anblick seiner ultimativ letzten Zigarre am Ende eine Erkenntnis, die wirklich „mächtig gewaltig“ ist: „Jungs, unser Fehler war, dass wir nur Millionäre werden wollten, wir müssen uns mehr zutrauen – und Milliardäre werden.“ Und dafür ist Ostthüringen doch der beste Fleck auf der Landkarte.