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RUNDER TISCH GEGEN FREMDENFEINDLICHKEIT

Am "Runden Tisch gegen Fremdenfeindlichkeit" Aufgaben beraten

 

Achtung: Meldung aus dem Archiv 2010

Zum wiederholten Mal trafen Akteure aus verschiedenen Bereichen der Rudolstädter Bevölkerung am "Runden Tisch gegen Fremdenfeindlichkeit" zusammen, um die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen sowie Zweck, Aufgaben und Ziele ihres bürgerschaftlichen Engagements zu beraten. Die Zusammenkunft am 23. November in den Gemeinderäumen der evangelisch-lutherischen Kirche wurde erneut von Superintendent Peter Taeger geleitet.

Mit detailliert aufgeschlüsselten statistischen Daten zum Ausländeranteil in Rudolstadt, vorgestellt von Georg Eger, 1. Beigeordneter der Stadt, gab es gleich zu Beginn genügend Stoff zur Diskussion. Unter den rund 24.000 Rudolstädtern leben exakt 323 ausländische Mitbürger, was einem Anteil von gerade einmal 1,37 Prozent ergibt. Rund zwei Drittel davon stammen aus Europa, weitere 72 aus Asien, 23 aus Amerika und lediglich zwei Personen aus Afrika. Eine von Mitgliedern des Runden Tischs initiierte Fragebogenaktion unter Mitbürgern mit ausländischer Herkunft ergab in der Auswertung keine wesentlichen Probleme. Man fühle sich wohl in dieser Stadt, lautete der Tenor, habe Ausländerfeindlichkeit nicht zu spüren bekommen, wünsche sich aber mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Genau dies wurde in der Runde auch angemahnt. Die Integration müsse schon beim Gremium selbst beginnen, denn hier gehörten unbedingt auch Vertreter der ausländischen Einwohner her. Darüber hinaus sollten Vereine, Institutionen und Nachbarn aktiver auf Leute mit Migrationshintergrund zugehen, um sie im Alltagsleben besser einzubeziehen.

Diskutiert wurde auch das Phänomen, woher denn dann die immer wieder zu registrierenden fremdenfeindlichen Vorurteile und die Angst vor Überfremdung eigentlich herrühren, wenn sie zum Beispiel in Rudolstadt gar keine reale Substanz hätten. Selbst aus Sicht der Polizeiinspektion gab es in den vergangenen beiden Jahren keine fremdenfeindlichen Übergriffe in der Stadt.

Trotz dieser Fakten sollte man sich nicht untätig zurücklehnen, so die einhellige Meinung. Der Runde Tisch könnte in der Zukunft zum Beispiel auch als eine Art Beschwerdestelle für Probleme der Migranten dienen. Außerdem müsse er sich verstärkt der Verhinderung möglicher Aktivitäten von Rechtsextremisten widmen. Vereinbart wurde auf jeden Fall, die Zusammenkunft im Frühjahr 2011 fortzuführen. Termin ist der 22. März, dann wieder im sanierten Rathaus-Saal.

 

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