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SCHILLERNDE FASSADEN

Vorstellung

Auf Schillers Aufenthalte in Rudolstadt bezieht sich das Projekt "Schillernde Fassaden" der Kunstwerkstatt Rudolstadt, das durch die triste Ausstrahlung leerstehender Gebäude auf Bewohner und Besucher konkrete Gestalt bekam.
Das Projekt ist in seiner Idee einzigartig und kann mit dazu beitragen, einen Besuch in Rudolstadt zu motivieren. Die Ausstrahlung der Stadt wird um eine Facette reicher, die Bildende Kunst wirkt öffentlich an einem Dutzend Orten und wird so zum unübersehbaren Raum für Auseinandersetzung, Kommunikation und Identifikation.
Mit dem Projekt spricht die Kunstwerkstatt Rudolstadt Künstler an, die gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen an einem künstlerischen Projekt arbeiten wollen.
Projekte
Die Fassaden von etwa 12 leer stehenden Gebäuden in der Innenstadt werden als künstlerisch zu gestaltendes Projekt an mit der Region verbundene Künstler übergeben, die eine zu realisierende Idee zum Thema "Schiller in Rudolstadt" für eine konkrete Fassade entwickeln.
Schwerpunkt ist Identifizierung mit der Stadt mit künstlerischen Mitteln. Parallel dazu werden Kinder- und Jugendgruppen motiviert, sich an der "Fassadengestaltung" zu beteiligen und ihre eigenen Spuren sichtbar in der Stadt zu zeigen. Die bauliche Substanz der Gebäude sollte dabei nicht verändert werden.
Nach der Sichtung der Projektvorschläge werden Künstler und interessierte Schulklassen, Arbeitsgruppen oder Kindergartengruppen zusammengeführt und beginnen mit der Realisierung des Projektes. Grundidee ist es, dass eine Partnerschaft/Patenschaft zwischen Künstlern und den Kindern und Jugendlichen entsteht und diese eine gegenseitige Bereicherung erfährt.
Die Ergebnisse werden am 9. Mai 2009 öffentlich präsentiert , die Realisierung ist in verschiedenen Bereichen der Bildenden Kunst möglich und sollte mit einem effizienten finanziellen Aufwand erfolgen. Die Ergebnisse sollen über einen längeren Zeitraum sichtbar und erlebbar sein.

"in Between Poetry" - Schulplatz 9

Künstler: Lap Yip

Partner: KW-Projektgruppe

 

  

Ich möchte temporär einen visuellen Raum borgen, der über den Weg zwischen Poesie und Märchen hinausgeht. Das verwendete Material ist zeitgenössisch, aufgeladen mit symbolischer Bedeutung:

- der Fuchs symbolisiert eine radikale Lebensart

- die zwei Stühle stehen für unterschiedliche Positionen oder Standpunkte

- das silbermetallene Material symbolisiert Idealismus

- Styropor ist leise und bedeutet, dass das Konzept Für immer nicht existiert."

 

 

"Liebespaare" - Kirchgasse 14

Künstler: Uta Hünniger

Partner: Grundkurs Kunst 11 des Staatlichen Gymnasiums Fridericianum Rudolstadt,
Kunstlehrerin Johanna Fischer

 

  

Ute Hünniger aus Erfurt fotografierte mit dem Kunstkurs 11 des Rudolstädter Gymnasiums.

Sie fahnden nach Liebespaaren in Rudolstadt, denn: Schiller hat hier seine spätere Ehefrau gefunden.

(Ob die auch als Liebespaar durch die Stadt liefen?)




"Haus der Revolte" - Ratsgasse 4

Künstler: Birger Jesch

Partner: Jugendgruppe Theater Rudolstadt

 

   Birger Jesch aus Blankenhain möchte mit seiner Arbeit die Beziehung von Schiller zu Frankreich illustrieren, der 1792 aufgrund seiner freiheitlich-politischen Veröffentlichungen Ehrenbürger der jungen Republik wurde. Mit vier Schülern, Mitglieder des Theaterjugendklubs, wurden Szenen improvisiert die als Silhouettenfotografien in zwei Schaukästen gezeigt werden. Im Torbereich erscheint die Trikolore und an der Fassade hängen Transparente mit französischen Worten.




"Wortwechsel" - Stiftsgasse 34

Künstler: Atelier Havelblick, Gabriele Konsor und Roland Eckelt

Partner: KW-Projektgruppe mit Annekatrin Jung, Kunstpädagogin

 

  

Der letzte Vers aus Schillers Gedicht "Die Teilung der Erde" ist auf den Scheiben der Fensterfront im 1. Stock eines leerstehenden Gebäudes zu lesen - in plakativer Schrift, rot auf weißem Grund, und nichts ganz vollständig:

Willst du in meine (m/r) * mit mir leben, sooft du kommst, (er/sie/es) soll die offen sein.

Für das ausgesparte Wort "Himmel"werden von den am Projekt beteiligten Jugendlichen Analogien gesammelt, die nach und nach die Fensterflächen des zweiten Obergeschosses auffüllen.

Die Passanten sind aufgefordert, sich ihren eigenen Vers aus dem Schillerzitat zu machen.




"Herr Wallenstein ist nicht daheim-Glotzen erlaubt" - Vorwerksgasse 13

Künstler: Jörg Wagner

Partner: KW-Projektgruppe

 

   Jörg Wagner, ein bei Eisenach lebender Künstler, animiert eine Gruppe von Kindern und Jugendliche, die Geschichte eines alten Hauses aufzuspüren und künstlerisch zu verarbeiten. Malen, Bauen, Fotografieren, Archivieren - die Ergebnisse werden in einer Fensterln- Ausstellung in diesem Haus präsentiert.

 


"Schillers Behandlung" -Stiftsgasse 40

Künstler: Almuth Baumfalk

Partner: KW-Projektgruppe

 

   Schiller - das Mysterium in Schwarz-Weiß. Die Verbindung zu ihm suchen - seine Verwurzelungen finden. Wird Schiller heute nur noch als verstaubte Büste herumgereicht? Vieleicht können die Jugendlichen von heute erneut Zusammenhänge finden zwischen Schillers Gedanken und ihrer eigenen aktuellen Situation. Wenn sie etwas mit Schiller, seiner Biografie und seinen Texten hantieren, werden sie vieleicht etwas Positives für sich dabei entdecken...!

 


"Whispers of Schiller" -Alte Straße 30

Künstler: Jess Fuller

Partner: KinderKurs der Kunstwerkstatt

 

  

Jess Fuller stellt sich mit den jüngsten Kunstwerkstättlern eine Fassade vor, die hören könne, sich die direkt vor ihr gesprochenen Wörter und Sätze merken, speichern und das Gehörte später wiedergeben kann. Sie werden von der heutigen Sprachebene aus überlegen, was zu Schillers Zeiten gesprochen wurde und wie man sich vielleicht in 200 Jahren verständigen könnte.

So entstehen mehrere Ebenen, die dann auch gut sichtbar werden. Dieses mögliche Gedankengut wollen die jungen Kunstwerker am Ende ihres Schaffensprozesses mittels Stoffbahnen, die das Gebäude zumindest teilweise verhüllen, auf denen die Wörter, Satzfetzen und Zitate gestaltet sind, auf die Fassade bringen.

 


"Hoffnung" -Alte Straße 47

Künstler: Sylvia Bohlen

Partner: Grundschule Kaulsdorf

 

  
Die Saalfelder Bildhauerin Sylvia Bohlen baut mit den Kindern der Kaulsdorfer Grundschule große Halbkugeln, mit denen sie dem Gedicht "Hoffnung" von Schiller einen bildhaften und poetischen Ausdruck verleihen.
Wetterfeste Papiermache - Halbkugelformen werden auf der Fassade befestigt, um ein Bild von Schillernder Hoffnung zu realisieren. Die Kugeln werden mit Siliconkleber direkt an den Putz geklebt.

 


"Friedrichs letzter Apfel" -Alte Straße 30

Künstler: Stefan Kreller

Partner: KW-Projektgruppe

 

   Der Apfel aus Schillers letztem vollendeten Drama "Wilhelm Tell" bietet den Kindern der Projektgruppe viele Anregungen für das kreative Spiel mit Innen und Außen. Die dazu von Stefan Kreller ausgewählten Zitate wirken als Wortspiele beim Spazieren als Wortspiel durch die alten Gassen nach.

 


"Ode an die Freude" -Alte Straße 11

Künstler: Thomas Peupelmann

Partner: KW-Projektgruppe

 

   Die Venyloberflächn von alten Schallplatten wachsen wie eine Kletterpflanze an der Hausfassade. Durch die verstärkte Lichtbrechung und Reflektion auf der Vernyloberfläche beginnt die Fassade zu "schillern".

 


"Freundschaft ist..." -Neumarkt 1

Künstler: Sibylle Reichel

Partner: Kl. 8c des Staatlichen Gymnasiums Fridericianum Rudolstadt,
Kunstpädagogin Dörte Piehl

 

   Schillers Ballade "Die Bürgschaft" regte Sibylle Reichel aus Mötzelbach dazu an, mit den Schülern der Klasse 8c des Gymnasiums Fridericianum zum Thema Freundschaft zu arbeiten. Die Jugendlichen zeigten mit den Schattenrissen ihre Persönlichkeitenund entwickelten Zeichen, die sie mit Freundschaft verbinden. Daraus entstanden Muster, die zwischen den Figuren schweben.

 


"SchillerLichtSpiele" -Neumarkt 2

Künstler: Volkmar Knoch

Partner: KW-Projektgruppe

 

   Hochgestellte Persönlichkeit wirft mutwillig Gegenstand in gefährlichen Ort hinab und fordert die Wiederbeschaffung derselben. Über den Sinn von Mutproben und Liebesbeweisen erzählen die spannenden Stummfilmbilder.

 

 

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