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SCHWARZA

Schwarza
Historisches: Das Dorf an der Mündung der Schwarza, das seinen Namen von diesem "Schwarzen Fluss" übertragen bekam, wird im Jahre 1074 erstmals urkundlich als Swarza erwähnt.

Weitere Nennungen erfolgten um 1199/1224 Swarza, 1286 Suarza, 1372 Neirn Swarcza, 1414 Obirn Schwarcza, 1495 Swarcza maior, 1743 Schwartze.

 

Dank seiner günstigen Lage im fruchtbaren Talkessel an der Saale und Schwarza war der Ort rasch gewachsen. Die Einwohner betrieben Landwirtschaft und Gartenbau, auch Wein und Hopfen gediehen gut. Neben drei großen Siedelhöfen gab es zahlreiche ansehnliche Bauerngüter. Der Marktflecken wurde von wichtigen Straßen tangiert. Die wasserreichen Flüsse haben besonders zur Entwicklung des Holzgewerbes beigetragen. Schon im 15./16. Jahrhundert zählte das Dorf zu den stattlichsten in der Oberherrschaft Schwarzburg-Rudolstadt.

 

Mit der Aufnahme des Eisenbahnverkehrs im Mai 1874 vergrößerte sich der Ort weiter. An seiner Peripherie entstanden mehrere Industriebetriebe. Ein 1925 eingeweihter Flugplatz verlor schnell seine Bedeutung, nachdem die Flugzeuge wegen größerer Reichweite im Inlandsverkehr ohne Zwischenlandung auskamen. Das Gelände wurde allerdings bis Kriegsende für Lehr- und Übungszwecke weiter genutzt.

 

Als sich 1935 die Thüringische Zellwolle AG in Schwarza ansiedelte und umfangreiche Fabrikanlagen sowie Wohnsiedlungen und ein Schwimmbad für die Beschäftigten baute, änderte sich der Charakter des Dorfes grundsätzlich. Viele Einwohner des Ortes und des Umlandes fanden nun Beschäftigung im neuen Großbetrieb.

Die 1948 in Volkseigentum überführte Fabrik wuchs zu DDR-Zeiten weiter und entwickelte sich als Chemiefaserkombinat Schwarza zum größten Arbeitgeber der Region. Der stetig steigende Fachkräftebedarf erforderte den Bau neuer Wohngebiete und Infrastruktur.

Am 1. Juli 1950 wurde das Dorf nach Rudolstadt eingemeindet. Im Norden Schwarzas entstanden ab dem gleichen Jahr zunehmend Häuser in Plattenbauweise, dazu mehrere Schulen, Kinder- und Verkaufseinrichtungen sowie ein großes Kulturhaus.

 

Die Umstellung der Industriestruktur nach 1990 brachte auch für das Chemiefaserkombinat große Veränderungen. Der Schwarzaer Betrieb wurde zunächst als Thüringische Faser AG mit weit weniger Beschäftigten weitergeführt. Heute ist der Industriestandort Sitz zahlreicher Unternehmensgründungen, von denen mehrere der Chemiebranche angehören. Neue Straßen und Brücken sowie moderne Industrie- und Gewerbebauten prägen nunmehr das Bild des einstigen Werksgeländes.

 

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