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GROßPROJEKT: "DIE BIBEL" ALS THEATERSTÜCK IN RUDOLSTADT

Achtung: Meldung aus dem Archiv 2017

Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte

"Die Bibel" im Theater als grelle politische Parabel, geht das? Im Januar 2017 feiert am Theater Rudolstadt ein Stück von Niklas Rådström seine deutschsprachige Erstaufführung, welches das "Buch der Bücher" für die Bühne bearbeitet hat. Nah an der Vorlage bleibend und doch höchst gegenwärtig erzählt Rådströms "Die Bibel" von den uralten Konflikten und Geschehnissen in der Geschichte der Menschheit - es ist der zentrale Beitrag des Rudolstädter Theaters zum 500. Jahrestag der Reformation.

 

Der schwedische Autor Niklas Rådström verbindet zentrale, ausgewählte Motive des Alten und Neuen Testaments zu einer kolportageartigen Revue, die von der Genesis bis zur Legende von Jonas und dem Walfisch führt. Er nimmt die biblischen Geschichten ernst, als Mythen, die uns vom Kern der menschlichen Existenz erzählen. Ob Kain, Noah, Moses, Lots Weib, Sarah, Paulus, Hiob, Jesus, Pilatus, Maria Magdalena, Jesaja - die Menschen irren auf ihrem Lebensgang mehr, als dass sie zu Erkenntnis gelangen. Ihr Weg ist voller Sünde und Streit, ihr Alltag ist Krieg, Hunger, Mord und Totschlag, Exil, Verfolgung, Rache. Und der Herrgott bleibt ein durchaus zorniger Initiator.
In einem Augenblick, als niemand den Ausbruch aus dem fatalen Teufelskreis der Geschichte erwartet, betritt ein Mann die Bühne, der es anders macht, anders meint als alle: Jesus, die Ausnahmeerscheinung, der die andere Backe hinhält und Liebe für die Feinde fordert. Er verkündet die frohe Botschaft der Liebe, die den Pragmatikern der Macht wie eine Albernheit oder die Tat eines Wahnsinnigen vorkommt. Jesus ist - als Figur und als Mythos - ein Provokateur, eine historische Zäsur, die Unterbrechung des Immergleichen.

 

Niklas Rådströms Theaterstück "Die Bibel" erzählt in einundvierzig Szenen, gespielt von 19 Schauspielern in 77 Rollen, von der blutigen Spur der Menschheit, aber auch von der Kraft des Glaubens und der Selbstbefreiung der Menschen aus Angst und Entmündigung. Seine Uraufführung erlebte das umfangreiche Werk 2012 im schwedischen Theater Göteborg. Fünf Jahre später kommt es am Theater Rudolstadt als Auftakt zum Reformationsjahr 2017 in einer Übersetzung von Steffen Mensching zur deutschsprachigen Erstaufführung. Regie führt - nicht zum ersten Mal in Rudolstadt - der gestandene Theatermann Alejandro Quintana. Die Ausstattung stammt von Mathias Werner, Musik von Uwe Steger und Choreografien von Julieta Figueroa.

 

Die Premiere am 28. Januar, um 19 Uhr ist zugleich die Eröffnungspremiere der neuen Spielstätte "Theater im Stadthaus" in Rudolstadt. Dort wird das Theater während die Zeit der Sanierungsarbeiten am Großen Haus für geplante zwei Jahre Quartier beziehen.

 

Karten für die weiteren Termine sind an den üblichen Vorverkaufsstellen, u. a. in der Theaterkasse, sowie telefonisch unter 03672/422766 erhältlich.

 

 

Termine:
Sa, 28.01.2017 / 19:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Fr, 24.02.2017 / 18:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Sa, 25.02.2017 / 19:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
So, 26.02.2017 / 18:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
So, 05.03.2017 / 15:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Fr, 14.04.2017 / 19:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Sa, 15.04.2017 / 19:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
So, 16.04.2017 / 19:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Di, 02.05.2017 / 15:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Fr, 19.05.2017 / 19:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Sa, 20.05.2017 / 19:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Fr, 26.05.2017 / 19:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus
Di, 06.06.2017 / 15:00 Uhr / Rudolstadt, Theater im Stadthaus


25.01.2017


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