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WIRTSCHAFTSPOLITISCHER FRÜHSCHOPPEN MIT INFORMATIONEN AUS ERSTER HAND
WIRTSCHAFTSPOLITISCHER FRÜHSCHOPPEN MIT INFORMATIONEN AUS ERSTER HAND

Achtung: Meldung aus dem Archiv 2016

WIRTSCHAFTSPOLITISCHER FRÜHSCHOPPEN MIT INFORMATIONEN AUS ERSTER HAND Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte

Im Programm des Rudolstädter Vogelschießens ist seit Jahren fest verankert, dass Bürgermeister Jörg Reichl am Sonntagvormittag des ersten Rummel-Wochenendes zum wirtschaftspolitischen Frühschoppen einlädt. Dieses Mal kamen die Gäste, unter ihnen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie interessierte Einwohner, erstmals in "Brömels Sommerfrische" zusammen, um unter anderem mit Mike Mohring, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, ins Gespräch zu kommen. Außerdem standen der MdL und Vorsitzende des Rudolstädter Stadtrates Herbert Wirkner, Frank Krätzschmar als Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft und Matthias Fritsche, neuer Geschäftsführer der regionalen Wirtschaftsförderagentur im Städtedreieck als Diskussionspartner zur Verfügung.


Zuerst allerdings zog Bürgermeister Reichl mit Blick auf das zurückliegende Jahr eine durchaus positive Bilanz für die Entwicklung der Stadt. So ist zu vermelden, dass jetzt alle Ortsteile, auch die im ländlichen Raum, durch die Investitionen der Thüringer Netkom in Kooperation mit der Energieversorgung Rudolstadt über eine schnelle Internetanbindung verfügen. Außerdem seien die um 30 Prozent gestiegenen Einnahmen an Gewerbesteuern ein deutliches Zeichen, dass die Industriefirmen und Gewerbetreibenden in Rudolstadt gut arbeiten würden. Von den zusätzlichen rund drei Millionen Euro Steuereinnahmen bleibt nun, nach den gesetzlich vorgeschriebenen Abführungen, genug Geld im Stadthaushalt, um zum Beispiel in den Neubau von drei Kindertagesstätten zu investieren. Weitere Themen waren die Diskussionen um die geplante Gebietsreform, die notwendige Teilnahme an der Messe Expo-Real, um für weitere Ansiedlungen zum Beispiel für den einzigen Chemie-Standort in Thüringen zu werben, und, wie jedes Jahr, die verkehrliche Anbindung des Städtedreiecks. Insbesondere die im neuen Bundesverkehrswegeplan mit hoher Priorität versehenen Baumaßnahmen in der Region sind dabei zu begrüßen. Auch die Fertigstellung der B90neu als Autobahnanbindung ist jetzt endlich in absehbare Nähe gerückt.


CDU-Politiker Mohring bezog sich ebenso auf die aktuell sehr gute Wirtschaftslage in der Bundesrepublik, speziell im Freistaat Thüringen, kam dann aber nicht umhin, die Verfahrensweisen der Landesregierung zur beabsichtigten Gebietsreform zu kritisieren und dabei auf eine Reihe von praktischen Problemen und Benachteiligungen vor allem im ländlichen Raum hinzuweisen. Nicht nur an diesem Thema sondern auch an der möglichen Bewerbung des Städtedreiecks für die Durchführung der Landesgartenschau 2024 entzündete sich anschließend die Diskussion mit den Gästen.

Sowohl LEG-Geschäftsführer Krätzschmar als auch Bürgermeister Reichl versuchten, noch einmal die Vorteile darzulegen und dafür zu werben, dass auch die Nachbarstadt Saalfeld dem jetzt anstehenden "Interessenbekundungsverfahren" zustimmt. Der Landtags-Abgeordnete Wirkner und WiFAG-Geschäftsführer Fritsche sprachen vor allem wirtschaftliche Probleme und Themen wie z.B. die Auswirkungen des Mindestlohngesetzes, den Fachkräftemangel und den gestiegenen Bedarf an bezahlbaren Wohnraum an. Fritsche ergänzte anschließend die Einschätzung des Bürgermeisters zur guten Wirtschaftslage mit einer Reihe von Beispielen zu neuen Gewerbeansiedlungen und gestiegenen Beschäftigungszahlen. Nach knapp zwei Stunden hatten die Zuhörer und Fragensteller, auch wenn einige der Meinung waren, es wäre zu wenig über politische Probleme diskutiert worden, auf jeden Fall genug Informationen aus erster Hand bekommen.


Frank Michael Wagner
Pressereferent
 
Foto (Alexander Stemplewitz): Dieses Jahr fand der traditionelle WiPo-Frühschoppen im erstmals auf dem Vogelschießen vertretenen Gastro-Zelt "Brömels Sommerfrische" statt


22.08.2016


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