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VORTRAG "DER JUNGE GOETHE UND DIE PSYCHOPATHOLOGIE DES 18. JAHRHUNDERTS"

Achtung: Meldung aus dem Archiv 2015

Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte

Prof. Dr. Thorsten Valk aus Weimar wird am Mittwoch, 18. November, 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek einen Vortrag zum Thema "Krankheit zum Tode. Der junge Goethe und die Psychopathologie des 18. Jahrhunderts" halten. Mit einem Pistolenschuss setzt der unglücklich verliebte Werther seinem Leben ein Ende. Fragt man nach dem Charakter seines Leidens, fällt häufig der Begriff "Melancholie".


"Die Melancholie", so erklärt Prof. Dr. Valk, "ist in nahezu allen Epochen der europäischen Kulturgeschichte auf ein besonderes Interesse gestoßen - unabhängig davon, ob man sie als psychophysische Erkrankung, als Charakteranlage oder als vorübergehende Seelenstimmung interpretierte. Mit diesen unterschiedlichen Erscheinungsformen der Melancholie hat sich auch Johann Wolfgang Goethe zeit seines Lebens auseinandergesetzt - am intensivsten und differenziertesten in den 'Leiden des jungen Werther'. Wie eine kulturgeschichtlich und medizinhistorisch ausgerichtete Analyse zu zeigen vermag, hat Goethe für seinen 1774 veröffentlichten Briefroman auf antike und mittelalterliche, insbesondere aber auf zeitgenössische Melancholie-Konzepte zurückgegriffen und in diesem Zusammenhang vor allem die pathologischen Aspekte der Melancholie betont."


17.11.2015


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