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DEUTSCHE ERSTAUFF▄HRUNG IM THEATER: "EINE HEIKLE SACHE, DIE SEELE"

Achtung: Meldung aus dem Archiv 2015

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Dimitré Dinev ist in der Gegenwartsliteratur ein Name, den man sich unbedingt merken sollte. Er wurde mehrfach ausgezeichnet und bekam vor allem für seinen Bestseller-Roman "Engelszungen" begeisterte Kritiken. Doch neben zahlreichen Romanen, Erzählungen und Kurzgeschichten hat der gebürtige Bulgare auch immer wieder Theaterstücke verfasst. "Eine heikle Sache, die Seele" feiert nun am Samstag, 21. November, um 19.30 Uhr im Großen Haus in der Regie von Herbert Olschok seine deutsche Erstaufführung. Für den Klang des Balkans sorgt die Berliner Brass-Band Schnaftl Ufftschik.
 
Wie gibt man einer Seele Ruhe? Um den Toten gutes Geleit ins Jenseits zu geben und die Lebenden vor unangenehmer Wiederkehr zu bewahren, existieren zahlreiche Bräuche. Vom Ritual der Totenwache handelt Dinevs bizarres Theaterstück. Es erzählt zugleich von Menschen, die versuchen, in einem fremden Land zu leben, ohne dabei die Traditionen ihrer heimatlichen Kultur aufzugeben.
 
Eben noch sehr vital und voller Tatendrang ist der Gastarbeiter Nikodim Stavrev bei einem Arbeitsunfall plötzlich aus dem Leben gerissen worden. Weil er keinen Cent in der Tasche hat, wird seiner Seele jedoch die Überfahrt in die Unterwelt verweigert. "Hier gibt’s keine Ausnahmen. Alle müssen zahlen!", kriegt er von Charon, dem Fährmann, zu hören. Daheim hat man mehr Mitgefühl für den Verstorbenen. Pavlina, seine Ehefrau, bestellt für die traditionelle Totenwache eine professionelle Klagefrau und seine Arbeitskollegen. Doch während sie die Kinder ins Bett bringt, gerät die Trauerfeier mehr und mehr zu einer feucht-fröhlichen Orgie. Mit Balkan-Sound im Ohr und Hochprozentigem im Blut lässt sich trefflich über Sinn und Unsinn des Daseins philosophieren, bis, in der Morgendämmerung, die Grenze zwischen Leben und Tod zusehends verwischt …
 
Mit scharfzüngigen Dialogen, die stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge formuliert werden, geben die Geschichten Dimitré Dinevs in einer Zeit, in der die Welt (wieder einmal) aus den Fugen gerät, Halt und Zuversicht, ohne die kalten Wahrheiten des Lebens vorzuenthalten. Wohlwissend, dass der Mensch Veränderungen hasst, diese aber unvermeidlich sind wie der Tod. Denn, wie es im Stück heißt: "Der Tod ist auch nur eine Veränderung. Und der Mensch braucht Veränderungen."
 
Regisseur Herbert Olschok ist durch seine Theatererfahrung der Kultur Osteuropas sehr verbunden. Ihm zur Seite steht zum wiederholten Male die Kostüm- und Bühnenbildnerin Sabine Pommerening. Auf der Bühne sind zu erleben: Verena Blankenburg, Lisa Klabunde, Carola Sigg, Johannes Arpe, Joachim Brunner, Jochen Ganser, Jakob Köhn, Marcus Ostberg, Markus Seidensticker und die Musiker der Band Schnaftl Ufftschik.
Wenige Restkarten für die Premiere am 21. November sind noch unter 03672/422766 und an den Vorverkaufsstellen erhältlich. Die nächsten Aufführungen sind am 1. Dezember, 15 Uhr, sowie am 4. und 18. Dezember, jeweils 19.30 Uhr im Großen Haus.


Quelle: Presse/ÖA Thüringer Landestheater Rudolstadt
Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt GmbH


17.11.2015


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