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SPIELPLAN 2015/16 DES THEATERS RUDOLSTADT VORGESTELLT

Achtung: Meldung aus dem Archiv 2015

Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte

Intendant Steffen Mensching, Chefdirigent Oliver Weder, Verwaltungsdirektor Mathias Moersch, Chefdramaturg Michael Kliefert und Bürgermeister Jörg Reichl stellten jetzt auf Pressekonferenz den Spielplan für die Saison 2015/16 vor. In der kommenden Spielzeit bringt das Theater insgesamt 19 Premieren und eine Fülle von Konzerten auf die Bühne. Auch im 8. Jahr der Intendanz von Steffen Mensching wird an der erprobten Mischung aus Schauspiel, Musiktheater, Ballett, Kinder- und Jugendtheater sowie Konzerten für die unterschiedlichsten Zielgruppen festgehalten.

Eine Neuheit der kommenden Spielzeit ist der erste Orchesterball unter dem Titel "Frühlingsrauschen" im Frühjahr 2016 in Bad Blankenburg. Sein Durchhaltevermögen will das Theater mit der 3. Ausgabe des Seniorentheaterfestivals "Ruhestörung" beweisen, bei dem wieder Profikünstler und Amateure aus ganz Deutschland und darüber hinaus nach Rudolstadt anreisen werden. Für Höhepunkte im Theateralltag dagegen sollen spannende Wiederentdeckungen, Uraufführungen, Kooperationen und Wiederaufnahmen sorgen.

Zu einer guten Tradition des Theaters ist es geworden, die Spielzeiten unter ein Motto von Friedrich Schiller zu stellen. Aus dem Gedicht "Die Ideale" stammt der diesjährige Leitspruch: "O meines Lebens goldne Zeit?". Er fragt nach den Werten und Lebenszielen in der flüchtig geworden Gegenwart.

Eröffnet wird die neue Spielzeit am 19. September mit Michael Frayns Kult-Komödie "Der nackte Wahnsinn" (Regie: Carl-Hermann Risse). Das Stück über ein Schauspiel-Ensemble, das eine neue Inszenierung einstudiert, gibt dem Publikum die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen des Theaterbetriebes zu schauen. Wie die letzten Jahre, findet am gleichen Tag das große Theaterfest statt, das die neue Saison einläutet. Der Schminkkasten wird mit der Beziehungskomödie "Anderthalb Stunden zu spät" von Gérald Sibleyras und Jean Dell eröffnet. Ein weiteres neues französisches Boulevardstück folgt im Januar mit "Trennung für Feiglinge" von Michel Clément.

Die Schauspielproduktionen im Großen Haus spiegeln die ganze Bandbreite dramatischer Sujets und menschlicher Konflikte wieder. Das Publikum kann sich auf die wiederentdeckte Urfassung der Komödie "Delila oder Der Liebestest" von Franz Molnár und William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" freuen sowie auf das Schauspiel "Eine heikle Sache, die Seele" als deutsche Erstaufführung von Dimitré Dinev, bei dem die Brass-Band Schnaftl Ufftschik die vitalen Klänge des Balkans intoniert und sicher wieder bei den Zuschauern für musikalische Hochstimmung sorgen wird. Mit "Die Räuber" kommt erneut ein Schiller-Drama auf die Bühne in Rudolstadt. Das 1782 uraufgeführte Stück ist eine explosive Mischung aus Familientragödie sowie rebellischer Räubergeschichte. Inszeniert wird es von Ulrike Müller, die in der aktuellen Spielzeit die Liebeskomödie "Das Lächeln der Frauen" in den Schminkkasten erfolgreich zur Aufführung brachte.

Nach "Der eingebildete Kranke" im Jahre 2010 bietet das Theater beim großen Sommertheater auf der Heidecksburg einen weiteren "Fall für den Arzt" aus der Feder des genialen Komödienschreibers Jean-Baptiste Molière. "Der Geizige" feiert am 24. Juni Premiere. Das turbulente Lustspiel von Molière erfreut sich wegen seiner bestechenden Analyse der Krankheit zum Gelde bei den Theaterfans außergewöhnlicher Beliebtheit. Regie führt Maya Fanke, die nach "Staatsfeind Kohlhaas" und "Sexy Laundry" zum dritten Mal am Theater Rudolstadt arbeitet.
Im Musiktheater steht dem Theater in dieser Saison wieder das Theater Nordhausen zur Seite. Mit Bedrich Smetanas Oper "Die verkaufte Braut" wird die tschechische Nationaloper schlechthin auf die Bühne gebracht. Einen echten Musical-Klassiker gibt es ab April 2016 zu sehen – "My Fair Lady". Auch Ballettliebhaber kommen bei "Geliebte Clara" mit Musik von Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms in der nächsten Spielzeit auf ihre Kosten. Gioachino Rossinis "Der Barbier von Sevilla" produziert das Theater in bewährter Kooperation mit der Musikhochschule Mainz. Außerdem wird an die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Lyric Opera Studio Weimar angeknüpft: Bei der "Opern- und Operettengala" können internationale junge Sänger vor der Kulisse der Heidecksburg ihr Talent beweisen.

 

Große Namen und spannende Konzertprogramme versprechen die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt. Eröffnet wird die Sinfoniekonzertsaison mit dem beliebten Klaviervirtuosen Lev Vinocour, der sich drei großen komponierenden Pianisten widmet - Schumann, Chopin und Liszt. Auf musikalisch hohem Niveau geht es beim 2. Sinfoniekonzert weiter: Violoncellist István Várdai – Gewinner des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD 2014 – unterstützt die Thüringer Symphoniker. Abwechslungsreiche Hörgenüsse sind auch bei den anderen sechs Sinfoniekonzerten der Spielzeit garantiert.


Unsere beiden Silvesterkonzerte in der Stadthalle Bad Blankenburg erlebten einen wahren Besucheransturm. Deshalb wird es auch 2015 zwei Aufführungen geben. Um 15 und um 19 Uhr widmen sich die Thüringer Symphoniker bei ihrem Jahresausklang unter dem Titel "New Year in the Movies" berühmten Filmmusiken. Der große Andrang beim Silvesterkonzert, aber auch der Zustrom zu den Sinfoniekonzerten hat das Theater dazu veranlasst, noch eine weitere größere Veranstaltung ins Angebot aufzunehmen. Im Frühjahr wird es einen festlichen Orchesterball mit dem Titel "Frühlingsrauschen" in der Stadthalle von Bad Blankenburg geben, bei dem die Gäste beschwingt in den Mai tanzen können. Auch 2015/16 bieten die Symphoniker wieder ihre Konzertreihe für Menschen mit altersbedingten Einschränkungen an. Schloss- und Kaffekonzerte, Sommerserenaden und die beliebten Weihnachtskonzerte sowie umfangreiche Angebote für Kinder und Jugendliche, wie die "Kinderliederkonzerte" oder die "Zukunftsmusik", runden die vielfältige Saison der Thüringer Symphoniker ab.


Insgesamt vier Premieren, ein Gastspiel und eine Wiederaufnahme bilden das vielfältige Programm in der kommenden Spielzeit für Kinder und Jugendliche. Das Stück "Zweier ohne" von Petra Wüllenweber nach dem Buch von Dirk Kurbjuweit für Jugendliche ab 14 Jahren eröffnet die Spielzeit im theater tumult. Für das jüngste Publikum ab 3 Jahren wird es einen Kinderbuchklassiker als Puppentheater zu sehen geben: "Guten Tag kleines Schweinchen" von Janosch. Tierisch geht es auch beim diesjährigen Weihnachtsmärchen zu: "Der gestiefelte Kater – Sieben Leben!" von Jan Bodinus nach dem Märchen der Brüder Grimm. Als Wiederaufnahme kehrt "Peter und der Wolf" als Puppenspiel mit Orchester auf die Bühne zurück. Der TheaterJugendClub präsentiert in der kommenden Spielzeit eine Collage über Kinder und Jugendliche in Konzentrationslagern unter dem Titel "Doch einen Schmetterling habe ich nicht gesehen".
Verwaltungsdirektor Mathias Moersch zog eine positive Bilanz der Spielzeit 2013/14. Die insgesamt 551 Vorstellungen konnten circa 85.000 Besucher verzeichnen. Dies entspricht einer Auslastung von rund 86 Prozent über alle Spielstätten. Damit konnte das positive Ergebnis der vergangenen Spielzeit nochmals leicht erhöht werden. Rund 4.500 Besucher sahen das Sommertheater "Viel Lärm um nichts" auf Schloss Heidecksburg beziehungsweise in Bad Lobenstein.

Erstmalig wurden an dem Silvesterabend 2014 zwei Silvesterkonzerte in der Stadthalle Bad Blankenburg sowie zwei Schauspielvorstellungen im Großen Haus und im Schminkkasten angeboten. Fast 2.000 Besucher erlebten so Spannendes und Schönes kurz vor dem Jahreswechsel. Unser Weihnachtsmärchen "Rotkäppchen" für Klein und Groß wurde in Rudolstadt, Saalfeld und Nordhausen gezeigt. In Rudolstadt und Saalfeld folgten circa 8.000 vornehmlich kleinere Besucher Rotkäppchens Erlebnissen. Ebenfalls erfolgreich verlief die Kooperation mit dem Theater Nordhausen. In den Spielstätten Nordhausen und Sondershausen konnte das Schauspielangebot rund 9.500 Besucher erreichen.

Im Jahr 2014 konnte nach umfangreichen Umbauarbeiten der neue Malsaal in Kirchhasel in Betrieb genommen werden. Damit haben sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter des Malsaals deutlich verbessert. In geringem Umfang konnte auch im Bereich der bühnentechnischen Ausstattung investiert werden. Als Schwerpunkte gelten die Ausstattung der Werkstätten sowie die Verbesserung der Beleuchtungs- und Tonanlage.

Die Sanierungsmaßnahmen am Fundament des Großen Hauses befinden sich mittlerweile in der Planungsphase. Ein konkreter Beginn der Arbeiten steht noch nicht fest. Von der Seite des Theaters werden alle Anstrengungen unternommen, den Spielbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Quelle: Theater Rudolstadt/ Tim Bartholomäus


20.04.2015


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