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REITHAUS AUF DER HEIDECKSBURG ALS VERANSTALTUNGSORT JETZT NUTZBAR
REITHAUS AUF DER HEIDECKSBURG ALS VERANSTALTUNGSORT JETZT NUTZBAR

Achtung: Meldung aus dem Archiv 2017

REITHAUS AUF DER HEIDECKSBURG ALS VERANSTALTUNGSORT JETZT NUTZBAR Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte

Schloss Heidecksburg hat mit seinem neu sanierten Reithaus auf der mittleren Terrasse seit diesem Jahr einen attraktiven Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen, Tagungen und Feiern. Für 220 Personen ist Platz in der ehemaligen Reithalle. Möglich wurde die Innensanierung durch eine Kooperation mit der Stadt Rudolstadt im Rahmen der Städtebauförderung. Von den insgesamt rund 2,9 Millionen Euro hat die Stadt Rudolstadt 556 000 Euro beigetragen.

Bevor ab 2010 das Förderprojekt starten konnte, waren 2002 und 2003 am Dach und Tragwerk aufwendige Arbeiten notwendig. Abschließend wurde das Dach mit Schiefer gedeckt. Ab 2010 konnte dann die Innensanierung mit Ausbau beginnen. Bis Ende 2016 lief die Maßnahme.

Die frühere Reithalle ist jetzt ein vielseitig nutzbarer Saal, flexibel handhabbar durch eine Glastrennwand. Als Nebenraum steht die Reitstube im östlich anschließenden Gesellschaftspavillon zur Verfügung. Hier wurden die gut erhaltene Ausstattung im Stil des Historismus restauriert und die Wand- und Deckenfassungen nach Befunden wiederhergestellt. Haustechnik und Toiletten befinden sich im Obergeschoss, ebenso das Stuhllager, das über einen Lastenaufzug im Saal erreichbar ist. Besonderer Wert wurde auf die barrierefreie Erschließung des Saals gelegt.

In der Reithalle erinnert noch einiges an die historische Nutzung. Denn nach ihrer Errichtung ab 1603 diente der Raum gemeinsam mit der vor dem Reithaus gelegenen Reitbahn jahrhundertelang dem Reitunterricht. Zu diesem Zweck hatte die Halle eine Prellwand erhalten. Das Original war zwar nicht mehr vorhanden, aber wurde nachempfunden und wird zudem für die moderne Medientechnik genutzt. Zentrales historisches Ausstattungselement ist der Reitspiegel aus dem 18. Jahrhundert. Der schräg angebrachte Spiegel erlaubte es den Reitern, ihre korrekte Haltung selbst zu überprüfen. Im Rahmen der Sanierung wurde das von üppigen Stuckaturen umgebene Stück konserviert und nur geringfügig ergänzt.

Das Reithaus, früher auch als "Tummelhaus" bezeichnet, ist Ausdruck der besonderen Bedeutung, die die Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt der Reitkunst beimaßen. Der Aufzucht und Dressur der Pferde widmeten sie sich oft persönlich, sie waren wichtige Bestandteile der höfischen Kultur. So verwundert es nicht, dass sie mit dem Reithaus ein großzügiges Gebäude errichten ließen, indem sie diese Kunst verfeinern konnten. Die Fassade erhielt im späteren 17. Jahrhundert eine aufwendige Wandmalerei mit der Darstellung von Schlachtenszenen – die ideale Kulisse für die Turniere und Reiterspiele, die man auf der vorgelagerten Reitbahn veranstaltete. Umfangreiche Reste dieser Malereien sind erhalten und zwischen 2006 und 2012 in einem Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden aufwendig konserviert worden.

Quelle: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten/ Pressestelle


Foto (Frank M. Wagner): Der Veranstaltungssaal mit Blick von der Bühne/Garderobe


27.01.2017


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