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Home / Stadt & Bürger / Aktuelles / Archiv 2016 / Statement des Rudolstädter Bürgermeisters Jörg Reichl zur vorgeschlagenen, neuen Struktur der Landkreise in Thüringen
STATEMENT DES RUDOLSTÄDTER BÜRGERMEISTERS JÖRG REICHL ZUR VORGESCHLAGENEN, NEUEN STRUKTUR DER LANDKREISE IN THÜRINGEN
 STATEMENT DES RUDOLSTÄDTER BÜRGERMEISTERS JÖRG REICHL ZUR VORGESCHLAGENEN, NEUEN STRUKTUR DER LANDKREISE IN THÜRINGEN

Achtung: Meldung aus dem Archiv 2016

 STATEMENT DES RUDOLSTÄDTER BÜRGERMEISTERS JÖRG REICHL ZUR VORGESCHLAGENEN, NEUEN STRUKTUR DER LANDKREISE IN THÜRINGEN Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte Rudolstadt - Schillers heimliche Geliebte

Der heute in der Öffentlichkeit verkündete Regierungsentwurf für eine Kreisgebietsreform sieht eine Fusion des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt mit dem nördlich gelegenen Weimarer Land vor. Das hat auch in der Stadt Rudolstadt zu großer Überraschung und teilweiser Verwunderung geführt. Bisher waren alle Bemühungen, Aktivitäten und Vorschläge, die innerhalb der Kommunen des Städtedreiecks mit Saalfeld als Kreisstadt, Bad Blankenburg und Rudolstadt per entsprechender Beschlüsse und im Einklang mit dem Landratsamt gemeinsam abgestimmt wurden, auf einen Erhalt der Kreisstadt innerhalb des Städtedreiecks und ein mögliches Zusammengehen mit dem Saale-Orla-Kreis ausgerichtet. In dieser Beziehung gibt es bereits seit vielen Jahren Vernetzungen, gemeinsame Zweckverbände und andere, sinnmachende Kooperationen, die als Argumente in einem Thesenpapier zur Gebietsreform ihren Niederschlag gefunden haben.

Die nun beabsichtigte Zusammenlegung mit einem anderen Landkreis wirft sehr viele, auch komplexe Fragen auf. Zuerst jedoch müssen die damit verbundenen, neuen Umstände analysiert und sachlich bewertet werden. Auch wenn der Innenminister erst im Frühjahr 2017 verkünden möchte, welche Kommunen zu Kreisstädten erhoben werden, ist festzustellen, welche Probleme sich aus einem eventuellen Kreisstadt-Verlust Saalfelds und damit auch für die Kooperationspartner im Städtedreieck ergeben würden. Es ist kritisch zu hinterfragen, welche Auswirkungen es zum Beispiel auf das Fortbestehen des traditionsreichen und gut ausgelasteten Theaters Rudolstadt und seiner bisher gesicherten, mit viel Mühe auf den Weg gebrachten Finanzierung gibt. Ist es überhaupt wahrscheinlich, dass es im neuen Großkreis noch zwei unabhängig voneinander bestehende Theater geben kann? Natürlich wird man, vor allem aus der Zeit der Klassik, viele kulturelle Verbindungen aus Rudolstadt Richtung Weimar herleiten können. Aber wie sehen die wirtschaftlichen und sozialen Verbindungen zwischen den beiden Landkreisen in der Gegenwart aus? Welche strukturellen und finanziellen Auswirkungen wird es mit der Fusion unter anderem im Bereich der bestehenden Zweckverbände geben?
Vor allem gilt es, sich weiterhin für ein Verbleiben des Kreissitzes im Städtedreieck stark zu machen und zugleich auch die Stadt Weimar bei ihren Bemühungen um einen eventuell möglichen Sonderstatus zu unterstützen.

Auf jeden Fall wird es noch viele sachlich geführte Gespräche geben müssen. Die Bürgermeister des Städtedreiecks haben sich dazu bereits heute schon mit dem Weimarer Oberbürgermeister Wolf vereinbart.

 

Grafik: TLS


11.10.2016


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