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Die als Katharina von Henneberg geborene Gräfin von Schwarzburg -
Rudolstadt regierte von 1538 - 1567. Um sie rankte sich eine
interessante Begebenheit, die ihr den Namen "Katharina die Heldenmütige"
einbrachte. Sie hat ihre Untertanen vor Plünderungen geschützt, als die
Truppen von Herzog Alba 1547 durch die Grafschaft zogen. Von ihr
stammen auch die Worte "Fürstenblut für Ochsenblut". Diese Begebenheit
hat Friedrich Schiller in einer Episode literarisch verarbeitet.
Katharina führte mit ihrem Gatten Heinrich XXXII. die Reformation in der
Grafschaft ein.
Mit den Bewohnern des Ortes Mörla hatte die Gräfin Auseinandersetzungen
um die Wasserversorgung des Schlosses; dies wird heute noch während des
"Butzelmannfestes" in Mörla dargestellt.
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Der im niederschlesischen Brieg geborene Georg Gebel trat 1746, aus Dresden kommend, die Stelle als Konzertmeister an der Fürstlichen Hofkapelle in Rudolstadt an. Sein Können sowohl im Instrumentalspiel als auch in der Komposition befähigte ihn, ab 1750 die Leitung der Hofkapelle zu übernehmen. Die sieben Lebensjahre Gebels in Rudolstadt waren von umfangreichem Schaffen geprägt. Er soll hier bis zu seinem Tode 1753 zwei Jahrgänge Kirchenkantaten, zwei Passionen, mehr als zwölf frühdeutsche Opern, über hundert Sinfonien und Partiten sowie zahlreiche Cembalokonzerte komponiert haben, von denen ein großer Teil als verschollen gilt. |
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Der in Homburg geborenen Caroline Louise wurde von Kindheit an eine
umfassende Bildung zuteil. Ihre besondere Vorliebe galt der
Wissenschaft.
1791 kam sie als die Frau von Prinz Ludwig Friedrich II. an den
Rudolstädter Hof.
1793 übernahm Ludwig Friedrich die Regierung und Caroline Louise erwies
sich als gebildete und an Staat und Volk interessierte Regentin. Sie
bekam sieben Kinder, darunter den späteren Fürsten Friedrich Günter.
Nach dem Tod ihres Ehemannes 1807 übernahm sie die Regierungsgeschäfte,
die sie bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes im Jahre 1814 mit Umsicht
und Tatkraft führte. Sie pflegte Verbindungen zu bedeutenden Häusern und
Persönlichkeiten ihrer Zeit.
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Ludwig Friedrich II. ging als bemerkenswerter Regent mit hohen Idealen
in die Geschichte ein. Als Freund der Künste und der Wissenschaften
pflegte er Verbindungen zu namhaften Persönlichkeiten wie Friedrich
Schiller und Wilhelm von Humboldt.
1791 heiratete er Prinzessin Caroline Louise von Hessen - Homburg.
Zu den Verdiensten Ludwig Friedrich II. gehörten auch die Förderung des
Theater, der Glockengießerei und der Bau eines neuen Geschäftshauses für
die Hofbuchdruckerei in der Alten Straße.
Mit den Bürgern der Stadt fühlte er sich eng verbunden. Er besuchte gern
das jährliche Schützenfest, das traditionelle Vogelschießen, das heute
noch ein Höhepunkt im Stadtleben ist.
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Friedrich Fröbel war der Begründer der Spielpädagogik und Erfinder des
Kindergartens.
Während seines Dienstes im Lützowschen Freikorps gewann Fröbel
Mitstreiter für eine "Allgemeine deutsche Erziehungsanstalt", die er von
1817 - 1831 in Keilhau bei Rudolstadt leitete. 1840 gründete er den
ersten deutschen "Kindergarten" in Bad Blankenburg (Thüringer Wald).
Er führte die "Freiarbeit" in die Pädagogik ein. Die von ihm
entwickelten Spielgaben und Ideen erlangten Weltgeltung und sind bis
heute anerkannt.
Fröbelgedenkstätten befinden sich in seiner Geburtsstadt Oberweißbach,
in Bad Blankenburg und Keilhau.
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Macheleid wurde als Sohn eines Laboranten in Cursdorf im Thüringer Wald
geboren.
Bereits während seines Theologiestudiums in Jena zeigte er großes
Interesse an den Naturwissenschaften. 1755 gab er sein Priesteramt im
Fürstentum Schwarzburg - Rudolstadt auf.
Er fand eine Lagerstätte kaolinhaltigen Sandes in der Nähe von Königsee.
Durch das Experimentieren mit diesen einheimischen Rohmaterialien
gelang es ihm, Porzellan herzustellen.
Am 8. September 1760 bat er den Fürsten Johann Friedrich von Schwarzburg
- Rudolstadt um das Privileg der Errichtung einer Porzellanfabrik in
Sitzendorf. Er gründete damit die älteste, noch heute produzierende
Porzellanmanufaktur, die 1762 nach Rudolstadt - Volkstedt verlegt wurde.
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Der Hofsänger, Musiker und Komponist wurde als 13. Kind eines Kantors in
Stadtilm geboren. Ab 1801 besuchte er das Gymnasium in Rudolstadt. Nach
dem Studium der Theologie und der klassischen Literatur in Leipzig
absolvierte er eine Gesangsausbildung in Dresden. Als 1814 Rudolstadts
Freiwillige gegen Napoleon auszogen, schrieb er das Lied "Hinaus in die
Ferne mit lautem Hörnerklang". Aus seiner Feder stammt auch der
Sängergruß "Grüß Gott mit hellem Klang".
1818 wurde sein 26 Lieder umfassendes "Allgemeines Commers- und
Liederbuch" in Rudolstadt gedruckt. Es folgten die Sammlung
"Liederkranz" und eine Gitarrenschule.
Methfessel war später Musikdirektor in Hamburg und Hofkapellmeister in
Braunschweig.
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Der in Marbach am Neckar geborene Friedrich Schiller weilte im Sommer
1788 viele Wochen in Rudolstadt. Hier hat er die Ruhe und Aufmerksamkeit
gefunden, um die in Weimar begonnenen großen Werke fortzusetzen. In
Rudolstadt erhielt Schiller entscheidende Anregungen für sein später
erschienenes "Lied von der Glocke". Im Hause derer von Lengefeld fand er
eine geistige Heimat und lernte seine spätere Frau Charlotte von
Lengefeld kennen und lieben.
Am 7. September 1788 kam es hier zum ersten längeren - wenn auch wenig
herzlichen - Zusammentreffen mit Goethe. Mittlerweile ein Freund, sorgte
Goethe selbst in späteren Jahren dafür, dass Schiller im Rudolstädter
Komödienhaus die Aufführungen einiger seiner Werke erleben konnte.
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Als Tochter des Oberlandjägermeisters Christoph von Lengefeld wurde ihr
eine umfangreiche Ausbildung zu Teil.
Im Jahre 1787 fand die erste Begegnung mit Friedrich Schiller im
Elternhaus, der heutigen Schillerstraße 25, statt. Schiller war damals
schon ein bekannter Dichter und Schriftsteller, der Charlotte und ihre
Schwester Caroline tief beeindruckte. Große Bedeutung für Charlottes
weiteres Leben hatte der "Rudolstädter Sommer" 1788, in dem die
Beziehung zu Schiller enger wurde. Im Jahr darauf hielt er nach langem
Zaudern um die Hand der angebeteten Charlotte an. 1790 heiratete sie
Schiller in Wenigenjena. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
Charlotte von Lengefeld trat später auch als Übersetzerin und
Verfasserin literarischer Werke in Erscheinung.
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Ebenso wie ihre Schwester Charlotte wuchs Caroline von Lengefeld in
einem geselligen und kulturvollen Umfeld auf.
1784 heiratete sie den Regierungsrat Ludwig von Beulwitz. Die Ehe wurde
1794 geschieden. Noch im gleichen Jahr heiratete sie Wilhelm von
Wolzogen.
Enge Verbindungen bestanden sowohl zum Musenhof der Anna Amalia in
Weimar wie auch zu Friedrich Schiller, mit dem die Familie befreundet
war. 1790 heiratete der Dichter Charlotte. Mit seiner Schwägerin
Caroline verband ihn zeitlebens eine freundschaftliche, durch die
gemeinsamen literarischen Interessen geförderte Beziehung.
Als Schriftstellerin erwarb sie sich Beachtung durch verschiedene Werke,
so verfasste sie 1830 die Biografie "Schillers Leben".
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Der gebürtige Rudolstädter promovierte 1758 zum Doktor der Rechte in
Jena und wurde im gleichen Jahr Mitglied der fürstlichen Regierung in
Rudolstadt. Ab 1785 kam er an die Spitze des Geheimen Ratskollegiums.
Er leitete darüber hinaus alle Oberbehörden im Fürstentum
Schwarzburg-Rudolstadt.
Seine reichhaltige Privatbibliothek, die er 1804 mit der fürstlichen
Bibliothek vereinigte, enthielt über 16.000 Bände vorwiegend
juristischer und historischer Literatur.
Der kulturhistorische und wissenschaftliche Wert der heutigen
Historischen Bibliothek der Stadt Rudolstadt wird durch diesen Bestand
wesentlich geprägt. Diese Bibliothek nutzte auch Friedrich Schiller
während seiner Aufenthalte in Rudolstadt.
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Im November 1774 trat er als Regierungsassessor in die fürstliche
Regierung Rudolstadts ein.
1780 wurde er Regierungsrat und im April 1781 Mitglied des Geheimen
Ratskollegiums.
1784 heiratet Friedrich Wilhelm Ludwig von Beulwitz Caroline von
Lengefeld. Der Kontakt der Familie zu bekannten Dichtern und Gelehrten
jener Zeit trug dazu bei, dass sein Haus zu einem Mittelpunkt des
geistigen Lebens in Rudolstadt wurde. Zu jenen Persönlichkeiten zählten unter anderen Friedrich Schiller, Karl Ludwig von Knebel, die
Brüder Humboldt und der Fürst Ludwig Friedrich II. von Schwarzburg -
Rudolstadt. 1814 übernahm von Beulwitz als Geheimer Rat, Kanzler und
Konsistorialpräsident die Regierung des Staates Schwarzburg -
Rudolstadt.
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Mit 16 Jahren trat Charlotte als Hofdame in den Dienst von Anna Amalia,
Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach. 1764 heiratete sie Josias von
Stein und wohnte auf Schloss Kochberg.
Charlottes interessantes Wesen machte sie zu einer inspirierenden
Gesprächspartnerin in ihrem Freundeskreis, zu dem Schiller, Humboldt und
Goethe zählte. Zu letzterem entwickelte sie eine tiefe Freundschaft, die bis zu Goethes
Italienaufenthalt 1788 anhielt.
Sie hatte maßgeblichen Anteil am ersten Zusammentreffen von Goethe und
Schiller im Lengefeldschen Haus in der Schillerstraße 25 in Rudolstadt.
Die enge Verbindung zur Familie von Lengefeld führte sie oft in das 12
km entfernte Rudolstadt.